Leserbeitrag
Industriemuseum: Wechselausstellung "Energie"

Fabienne Schmid
Merken
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag

Bilder zum Leserbeitrag

Nachdem das erste halbe Jahr des Industriemuseums sich dem Ende zu neigt, präsentieren wir noch die Wechselausstellung ‚Energie‘. Für das nächste Jahr bereiten wir drei zusätzliche Ausstellungen vor. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung fand am letzten Samstag statt.

Bei dieser Ausstellung kann man den Weg der Elektrizität im Aargau, mit dem Schwerpunkt Bürstenfabrik Walther, verfolgen.

Die Anfänge lagen noch im 19. Jahrhundert. Der Weg führte dann über die Einführung des Trams bis in die einzelnen Haushalte. Erstaunlich, wie lange das Tram schon in den 30er Jahren am Abend fuhr.

Walther stellte seinen Energiebezug noch vor der Gemeinde auf Elektrizität um. Die Firma versuchte auch, die Produktion in Heimarbeit auszulagern. Allerdings war diesem Weg kein grosser Erfolg beschieden.

Eine andere Firma, nämlich die Firma Knoblauch, verlegte die erste Telefonleitung in Oberentfelden, um ihre verschiedenen Produktionsstandorte miteinander zu verbinden.

Die Energie ‚Feuer‘ wird in der positiven Form – als Wärmespender im Haus – und als negative Energie dargestellt. Hierzu gehört das Prunkstück der Ausstellung, eine Feuerwehrlaterne aus dem Jahr 1825. Diese musste jeweils an der Stelle aufgestellt werden, an der sich der Feuerwehrhauptmann befand. Teilweise nahmen die Brände auch einen tragischen Verlauf, wenn nicht nur Häuser brannten, sondern auch Menschen umkamen.

Ein Fenster soll die Besucher/Besucherinnen daran erinnern, was aus den Erwartungen des 19. Jahrhunderts geworden ist.

Den Schluss der Ausstellung bildet das Energiesystem von Walther. Da der Preisdruck immer stärker wurde, mussten die meisten Firmen in den 30er Jahren sparen. So hängten sich Knoblauch und Walther vom Strom der Gemeinde weitgehend ab. Walther produzierte lange mit einer Dampfmaschine (Lokomobile) Strom und Wärme. Als Heizmaterial dienten Holz und Späne, die bei der Produktion anfielen. Ammann versuchte wenigstens einen günstigeren Strompreis zu erhalten und dachte auch über alternative Möglichkeiten nach.

Köllikerstrasse 32, Haus B1, Dachgeschoss Geöffnet Mittwoch und Samstag 14-17 Uhr, April – 30. Oktober WWW.oberentfeldenmuseum.ch

Christian Heilmann