Leserbeitrag
Hoffnung oder eher Verzweiflung - eine Stellungsnahme zum Artikel "Warten, bangen, hoffen

Matthias Braun
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Sehr geehrte Frau Miller

Besten Dank für den Artikel im Schwerpunkt der BZ, meiner Meinung nach stimmen zwar gewisse Züge Ihrer Überlegungen, doch sind diese mit Erwartungen gebunden, die sehr diffus sind.

An Ihrem Artikel stört mich, dass ich Verhalten/Gedanken

aus meiner Vergangenheit erkenne, welche ich so nicht vertreten kann. Wie bereits im Titel vermerkt, sehe ich die Verbindung zwischen Hoffnung und Verzweiflung - und dabei den Verweis zum Glauben. Der Glaube hat für mich etwas feiges, da er aus meiner Sicht die eigene Wahrnehmung, sowie den Respekt gegenüber sich selber verdrängt.

Hoffnung hat in diesem Zusammenhang auch etwas mit Selbstvertrauen zu tun - dieses wird mit dem Glauben ebensowenig gefördert.

Nun gut, die Coronakrise ist unangenehm und für gewisse Personen sicher erniedrigend. Doch stehen aus meiner Sicht gerade diese Personen im Dillemma, welche sich der Gesellschaft zu stark anpassen, kein eigenes Standbein besitzen.

Um nochmals zu betonen, wie falsch Ihre Ansätze und Verbindungen zum Glauben sind, möchte ich Ihnen ein paar Stichworte mitgeben, die aus meiner Sicht besser zu einer Krise passen:

Achtsamkeit

Respekt

Ruhe

und die Frage, von wem bin ich abhängig?

Damit Sie diese Bemerkungen nicht als plumper Angriff sehen, erkläre ich noch kurz meine Gründe zu dieser Haltung.

Ich habe diverse persönliche Krisen erlebt und mit auch Fachpersonen aus dem Ärztlich Psychischen Bereich zu tun. - Deshalb ist es mir möglich, mich mit der Situation einer anderen Person zu identifizieren.

Ich wünsche Ihnen, Zuversicht und das damit verbundene Selbstvertrauen.

Einen guten Jahresabschluss wünscht Ihnen

Matthias Braun

mats_braun@hotmail.com