Leserbeitrag
Historisches Handwerk kulinarisch verpackt

Fabienne Schmid
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Bilder zum Leserbeitrag

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Tiefgreiffende Informationen zu den alten Handwerken Nageln, Stricken, Flösserei und Salmfängerei bildeten den geschichtlichen Hintergrund zum Sonntagsanlass von KulturWerk-Stadt und Salmfängern. Knapp zwanzig Personen genossen den orginellen Anlass mit und über alte Handwerke.

Zu Beginn des Anlasses informierte Handwerkerchef Ewald Kalt über die Geschichte des Nagelschmiedehandwerks im Sulztal, welches seine Blütezeit während des zweiten Weltkrieges hatte. Als zweites handwerkliches Kulturgut erläuterte er auch die Strickerei in der KulturWerk-Stadt, ein altes Handwerk welches von etlichen Sulzerinnen wieder erlernt wurde und so der Nachwelt erhalten werden kann. Beide Handwerke wurden auch orginalgetreu vorgeführt.

Flössserei am Hochrhein

Nach verschiedenen Nagler- und Strickvorführung wurde der Apéro, bestehend aus selbstgemachter Früchtewähe und Speckcake serviert. Bei Rebensaft und Apérohäppchen konnte reichlich über das Gesehene diskutiert werden . Während dem anschliessenden Fussmarsch nach Laufenburg informierte beim Bunker in Rheinsulz der passionierte Altflösser Daniel Maurer aus Aarburg über die Flösserei am Hochrhein. Wie wurde ein Floss mit den doch beachtlichen Massen von ca. sechs mal dreissig Metern gebaut, wie wurde der Rhein befahren und vieles mehr wurde detailliert erklärt.

Salmzubereitung am offenen Feuer

In der Altstadt vor der Salmigrotte stand dann der kulinarische Höhepunkt des Nachmittags auf dem Programm. Drei grosse Salmhälften auf Holzbrettern aufgespiesst wurden am offenen Feuer gegart. Daneben gaben die Salmfänger etliche Anekdoten aus früheren Fischerzeiten zum Besten. Nach dem anschliessenden Nachtessen mit Salm, Salaten und Brot galt es dann schon bald wieder, den Heimweg nach Sulz unter die Füsse bzw. Räder zu nehmen.

Reto Weiss

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