Leserbeitrag
Herbstlager der Pfarrei Unterendingen

Die Zurzibieter Geisterjäger leisteten ganze Arbeit.

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Eine ruhige Woche im 5-Sterne-Hotel Planatsch in Rueras oberhalb Sedrun GR sollte es werden. Doch daraus wurde nichts. Der letzte echte Geisterjäger, Alfons Angst, spannte die ganze Schar mit ein, um seine 4 Geisterjägerkollegen, welche vom Bösewicht "Flad" in Dämonen verwandelt wurden, zurückzuholen.

Nachdem wir am Dienstag den ersten Dämon besiegten, ging es am Mittwoch morgen dann sogleich weiter. Wir machten Jagd auf den Luftdämon "Blöterli". Alfons Angst wusste zu berichten, dass Blöterli durch das auslösen einer übergrossen Türklingel angelockt werden konnte. Um dem Element Luft gerecht werden zu können, sammelten die Teilnehmer in Form eines Geländespieles unzählige Luftballone. Dabei mussten sie die Ballone einer gegnerischen Gruppe klauen und gleichzeitig aufpassen, nicht von einer anderen Gruppe selbst den eigenen Ballonen beraubt zu werden. Die gesammelten Ballone liessen sich dann auf dem Marktplatz gegen Bauteile für eine Maiskorn-Kanone tauschen. Mit dem selbstgebauten Schussgerät wurde dann auf die übergrosse Türklingel geschossen. Als genügend Schüsse fielen, begann die Klingel zu läuten. Sofort zogen alle ihre Schutzanzüge an, als Blöterli sich zeigte. Die ganze Gruppe stürzte sich auf den Dämon, und besiegte den Wicht somit.

Nass ging es dann am Nachmittag zu und her. Nicht etwa weil das Wetter nicht mitspielte, sondern wir hinter dem Feuerdämon "Fürio" her waren. Ebenfalls bei einem Geländespiel sammelten die Teilnehmer Wasser, welches im eigenen Mund von den Minigames zur Homebase transportiert werden musste. War so genügend Wasser gesammelt worden, stieg man in ein Karton-Feuerwehrauto und eilte zum Brandherd, wo die Lebenslichter von Fürio flackerten. Als schliesslich alles gelöscht worden war, konnten wir den nun geschwächten Fürio locker überwältigen. Zur Feier des Tages mit 2 besiegten Dämonen, gab es am Abend zur Freude aller Beteiligten eine Disco. Bis spät Abends wurde getanzt und gefeiert, bevor dann alle Hundemüde in die Federn krochen.

Nun war noch ein Dämon übrig, der Erdämon "Flatsch". Dieser hatte sich schon Sonntagnacht im Haus eingenistet und immer wieder gespukt. Er verschmierte Türgriffe und Telefonhörer mit Zahnpaste, warf alle Schuhe an einen Haufen oder färbte die Milch beim Morgenessen grün, blau und rot. Am Donnerstag schliefen wir aufgrund der Disco vom Vorabend etwas länger und starteten mit einem Freiluftbrunch auf der Terrasse in den Tag. Anschliessend demonstrierte uns Alfons Angst sein Geisterabhörgerät 3000. Zu hören waren der Erddämon und der Bösewicht Flad, welcher jedoch sehr ähnlich wie Hoteldirektor Hans Häberli tönte. Bereits geschürte Gerüchte um des Direktors zweites Gesicht wurden so nur bekräftigt. Alfons Angst wusste zu berichten, dass dem Erddämon die übergrossen Schuhe entwendet werden mussten, um ihn zu besiegen.

So sammelten wir bei einem Geländespiel am Nachmittag Unmengen an Geld. Bald sichteten wir den Erddämon, auf einem nahen Baum in 5 Metern Höhe hockend. Wir boten ihm unser Geld für seine Schuhe, doch Geld interessierte ihn nicht. Er verlangte nach Würmern, Schlamm und Zwiebeln. So tauschten wir bei einem zweiten Geländespiel unser Geld gegen die geforderten Utensilien. Dabei ging es sehr schlammig zu und her. Die Hilfsleiter hatten nämlich am Vormittag ein riesiges Schlammloch ausgehoben, welches jetzt den meisten zum Verhängnis wurde. Nach diesem Spiel war keiner mehr sauber. Entsprechend dreckig gingen wir zurück zum Baum, auf welchem der Erddämon hockte. Dieser liess sich zwar auf gewisse Tauschhandel ein, jedoch verweigerte er uns seine Schuhe. Etwas resigniert zogen wir uns zurück.

Nachdem alle wieder sauber waren, erholten wir uns am Wellnessabend bei verschiedenen Aktivitäten. Es wurden unter anderem Fingernägel lackiert, genkneippt und in einem 4000-Liter Outdoor-Whirlpool relaxt. Doch der Erddämon liess uns nicht in Ruhe, irgendwie musste der Schuft doch zu überlisten sein.

Mitten in der Nacht wurden wir erneut aus dem Schlaf gerissen. Man sichtete den Erddämon in der nähe des Hauses. So machten wir uns mit Fackeln und geschützt durch unsere Schutzanzüge auf die Spur. Bei der Feuerstelle im Wald konnten wir ihm dann seine grossen Schuhe abnehmen und ihn so überwältigen. Eric Esotherico, welcher uns bereits am Sonntagabend vor Geistern warnte, beschwor die 4 Gläser mit den Seelen der Dämonen und warf sie begleitet von einem Knall in den Wald. Zum Vorschein kamen die 4 Geisterjägerkollegen von Alfons Angst, welche wir soeben zurückverwandelt hatten. Die Freude war riesig, waren doch nun alle wieder vereint. Dann erkannten die 4 aber Hans Häberli, den Hoteldirektor, als Bösewicht Flad. Wir überwältigen auch diesen und zerbrachen sein Seelenglas, damit er nie mehr auftauchen würde.

Zurück beim Hotel, welches jetzt wieder 5-Sterne trug und nicht mehr ein Hotel des Schreckens war, bedankte sich Alfons Angst bei uns allen für die Mithilfe. Als Dank zündete er 3 Vulkane, und anschliessend ging dahinter ein gewaltigs Feuerwerk in die Luft. Die Sache war perfekt und wir konnten nun wieder in unsere Kojen kriechen.

Der Freitag stand dann traditionell im Zeichen der Hilfsleiter. Sie organisierten einen Wettkampf, bei welchem für das Hotel Planatsch ein neuer Direktor gesucht wurde. Der bunte Abend war wie ein Zirkus gehalten, die verschiedenen Gruppen bereicherten die Veranstaltung als Tänzer, Tiergruppen oder Zauberkünstler. Und danach gab es dann natürlich nochmals Disco. Nachdem die Nachtruhe mit geschickter Gruppendruck-Taktik hinausgeschoben werden konnte, fand das Lager bei einem Lawinentanz seinen Abschluss.

Es war eine wunderschöne und unvergessliche Woche mit einem tollem Haus, bestem Wetter und einem spannenden Programm. Das wichtigste sind jedoch die besten Teilnehmer, die man sich für ein Lager wünschen kann. Das alles zusammen macht das Hela Unterendingen so legendär wie es ist. Natürlich auch nächstes Jahr wieder.

04.10.2009 - Philipp Kloter

Den Bericht zum ersten Teil des Lagers lesen Sie hier.

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