Leserbeitrag
Habsburg und die Eidgenossen

Bruno Schmid
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Bilder zum Leserbeitrag

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undefined vor dem ehemaligen Amtshaus in Meienberg

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Die letzte Exkursion in diesem Jahr der Vereinigung für Heimatkunde des Bezirks Baden (www.vfhk.ch) führte zuerst nach Rothenthurm zur Besichtigung der Letzi, die die Grenze zwischen dem Schwyzer- und dem Einsiedlerbesitz bildete. Gleich hinter dem Bahnhof ist noch ein kleines Stück dieser Mauer samt Letzigraben zu sehen.

Beim Znünikaffee gab Christof Neumann, der diese Exkursion leitete, eine Einführung in die Problematik, die zur Schlacht am Morgarten führte. Dass ein habsburgischer Sieg ausgeschlossen war und für sie in einem Desaster endete, erlebten die Teilnehmer auf einem Spaziergang auf den letzten zwei Kilometern des habsburgischen Anmarschweges.

In Brunnen, verborgen im Park der Äskulap-Klinik, ist ebenfalls noch ein kleines Stück der damaligen Letzimauer erhalten, die den Weg bis zum See sicherte.

Nach dem Mittagshalt in Schwyz stand der Besuch des neu eröffneten Bundesbriefmuseums an. Das Museum „Geschichte zwischen Fakten und Mythen“ zeigt museumstechnisch auf neuestem Stand anhand der Originalurkunden (sogenannte Briefe) die wechselvolle Geschichte der Alten Eidgenossenschaft zusammen mit einer einzigartigen Fahnensammlung, an der sich die Entwicklung des Schweizer Kreuzes nachverfolgen lässt.

Die nächste Station war das Schlachtfeld der Schlacht bei Sempach, wo man sich von der ungünstigen Topographie für ein Ritterheer ein Bild machen konnten, und wo demzufolge Truppen von Luzern und der Innerschweiz ein habsburgisches Heer unter Herzog Leopold III von Österreich besiegten. Beeindruckend an den Seitenwänden und der Rückwand der Kapelle die Namen der gefallenen Eidgenossen sowie die Wappen und Namen von Adligen, die auf Seiten der Habsburger fielen.

Zum Abschluss der Tagesexkursion wurde noch ein kurzer Halt in Meienberg eingelegt, dem ehemaligen habsburgischen Städtchen im Freiamt, das im Vorfeld der Schlacht bei Sempach von den Eidgenossen bis auf seine Grundmauern niedergebrannt wurde. Von dieser Zerstörung hat es sich nie mehr erholt. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist heute der noch gut sichtbare Stadtgraben sowie das ehemalige Amtshaus in der Oberstadt, das sein heutiges Aussehen erst im Jahr 1765 erhielt.

Verfasserin: Vrena Moritzi Schmid, Remigen

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