Leserbeitrag
Grossratspräsident Bernhard Scholl an der GV der FDP Frauen Fricktal

Kern Bernadette
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Generalversammlung FDP Frauen Fricktal Nach einem leckeren Willkommensapéro im Garten des Rehmann Museums in Laufenburg begrüsste Susanna Schlittler die FDP Frauen zur Generalversammlung.

Die Präsidentin führte kompetent und speditiv durch die Traktanden. In ihrem ausführlichen Jahresbericht erwähnte sie die beliebten, gut besuchten Politlunchs und hob die erfolgreichen Ergebnisse der FDP Kandidatinnen und Kandidaten anlässlich der Kommunalwahlen vom letzten Herbst hervor. Sie bedankte sich auch bei ihren Vorstandskolleginnen für die sehr gute Zusammenarbeit und war erfreut, dass sich alle für eine Wiederwahl zur Verfügung stellten.

Tagespräsidentin Stéphanie Mörikofer-Zwez war für die Wahlen zuständig. Nach getaner Arbeit gratulierte sie den Vorstandsfrauen Franziska Breitenstein, Ursula Brun Klemm, Ursula Jutzi, Bernadette Kern, Beatrice Meier, und Astrid Zeiner sowie der alten und neuen Präsidentin Susanna Schlittler für die erfolgreiche Wiederwahl. Auch die Revisorinnen Christine Boutellier und Monika Gut Eichner wurden in ihrem Amt bestätigt.

Nach der ordentlichen Generalversammlung bekamen die FDP Frauen Besuch vom höchsten Aargauer, von Grossratspräsident Dr. Bernhard Scholl. Er fühlte sich sichtlich wohl in der politisch interessierten Frauenrunde und gab einen kurzen Einblick in seine ausgefüllte Agenda des Amtsjahres. Danach "wechselte er den Hut" und referierte als gewandter Politiker über die Vorlagen der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018. Er informierte detailliert über das Bundesgesetz über Geldspiele und stellte schon zu Beginn fest, dass er für ein Nein plädiere. Das vorliegende Gesetz schütze die eigenen Casinos, die Casinolobby geniesse eine Art Heimatschutz. Netztsperren seien nicht geeignet, da sie einfach zu umgehen seien und es sei nicht einleuchtend, warum Ausländer keine Konzession beantragen könnten. Die Jungfreisinnigen hätten ihn mit dem Referendum überzeugt, das Gesetz müsse überarbeitet werden.

Auch der Vollgeld-Initiative konnte Grossratspräsident Scholl nichts Positives abgewinnen. Mit einer süssen "Überraschung" warb er bei den FDP Frauen für ein Nein zu diesem hoch riskanten Experiment. Allein seine wirtschaftspolitischen Argumente, das Aufzeigen der schädlichen Auswirkungen auf Banken und Bankkundschaft sowie der Hinweis auf die Gefährdung der Unabhängigkeit der Nationalbank haben bei den liberalen Frauen einen überzeugenden Eindruck hinterlassen.

Bei einem gemütlichen Nachtessen wurde das erfolgreiche Geschäftsjahr abgeschlossen. (BKe)

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