Leserbeitrag
GLP lehnt freiwilligen Interessenbeitrag der Stadt Brugg für den Bau der SW-Umfahrung ab

Markus Lang
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Stellungnahme der GLP Brugg/Windisch zu den Traktanden der Einwohnerratssitzung vom 22. Juni

Die GLP unterstützt die Gründung der gemeinnützigen Aktiengesellschaft Spitex Region Brugg AG und die Beteiligung der Stadt Brugg daran. Dadurch lassen sich Kräfte bündeln. Die Herausforderungen, welche die bestehenden Spitex-Vereine zu überfordern drohen, können mit der vorgesehenen Spitex -AG besser angegangen werden.

Südwestumfahrung Brugg: Die GLP stellt sich nicht grundsätzlich gegen vernünftige Verkehrsentlastungsmassnahmen, den freiwilligen Interessenbeitrag der Stadt Brugg für den Bau der Südwestumfahrung lehnt sie jedoch ab: Der Stadtrat will den Südast K128 mitfinanzieren, was eigentlich vollständig Aufgabe des Kantons wäre. Damit bezahlt Brugg die Entlastung der Ortsdurchfahrten Scherz und Lupfig mit und zieht diesen Verkehr auf die K128. Die verkehrlichen Probleme im Bereich Casino/Neumarktknoten werden mit diesem Projekt nicht gelöst, auch die Belastung des Seebli-Knotens nimmt nicht ab. Dagegen wird die Aarauerstrasse zusätzlich aus Richtung Neumarktknoten belastet. Schon jetzt ist es mühsam, über den Fussgängerstreifen den Bahnhof zu erreichen. Mit dem zu erwartenden Mehrverkehr wird der Übergang und direkte Zugang zum Schalter- und Einkaufsbereich zusätzlich entwertet, was Umwege via die Unterführungen notwendig macht.

Auch ist es fraglich, ob die Ortsdurchfahrt Windisch tatsächlich spürbar vom Nord-Süd-Verkehr entlastet wird: Der Verkehr wird sich am Neumarktknoten an der jeweiligen Verkehrsbelastung der beiden Achsen orientieren. Staut sich beispielsweise der Verkehr auf der Aarauerstrasse, werden Fahrzeuglenker nach wie vor die Route via Zentrum Windisch wählen.

Die Anbindung des Entwicklungsschwerpunktes Brugg-Windisch lässt sich weniger aufwändig lösen: Moderater Ausbau der bestehenden privaten Zufahrtsstrasse von Süden her und Verlängerung der Einspurstrecke auf der Aarauerstrasse beim Bahnübergang Hunziker.

In Bezug auf das Gesamtprojekt kommt der Stadtrat selber zum Schluss, dass der verkehrliche Gesamtnutzen unter anderem erst mit der künftigen Realisierung der Nordumfahrung Windisch entstehe. Die erhoffte Wirkung des 50-Millionen-Projekts wird also erst in fernerer Zukunft erzielt. Die dazu vorgesehene Nordumfahrung verdient die Bezeichnung Umfahrung nicht, da sie mitten ins Zentrum führt, als weitere Trennlinie zwischen Brugg und Windisch. Sie müsste weitgehend unterirdisch realisiert werden, mit den entsprechenden Kosten.

Brugg sollte seine knapper werdenden Finanzen in Projekte investieren, welche wirklich der Aufwertung des Zentrums dienen. Das Geld, welches in die Südwestumfahrung fliesst, fehlt bei der Finanzierung der Campuspassage.

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