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Gleis 2 - Wege zum Glück - packendes Konzert von Cantuccini

Andrea Giger
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M. Bitterli

(Ch. Bitterli) Nun ist klar, wo das Glück zu finden war: im Konzert der a capella Formation Cantuccini aus Basel, das vergangenen Sonntag in der reformierten Kirche in Möhlin stattgefunden hat. Es war ein musikalischer Genuss für die Zuhörer, die überaus zahlreich kamen.

Mit szenischen Einlagen und humorvollen Wortbeiträgen waren die unterschiedlichen Lieder verbunden durch den roten Faden, der sich durch das ganze Konzert zog: zwei Menschen, die sich verliebt haben, mit verschiedenen Träumen und Hoffnungen. Die Liebe mit all ihren Verwirrungen und Komplikationen, mit ihren Zweifeln und Glücksgefühlen. Die Bahnhofssituation klang schon im ersten Lied „Wir hatten eine gute Zeit“ und im „Lied vo de Bahnhöf“ von Manni Matter auf. Die vier Sänger sangen gekonnt, spritzig, musikalisch sehr differenziert und lebendig Lieder von den 30er Jahren bis hin zu unserer Zeit. Da waren bekannte Melodien wie „ Somebody loves me“ von George Gershwin , „Tea for two“ oder auch „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“, das, wie die meisten Lieder, vom Bass-Sänger Philippe Rayot wunderbar arrangiert wurde. Lieder von den beatles oder „Cecilia“ von Paul Simon durften nicht fehlen bis hin zum deutschen Schlager „Ein Bett im Kornfeld“ oder der „dancing queen“ von ABBA. Diese Darbietung ist besonders herausragend gelungen – musikalisch wie optisch! Innige Lieder wie die Vertonung eines österreichischen Volkslieds oder die Vertonung eines Gedichts von Traugott Meyer brachten innige Momente in das Konzert. Gerade in den schlichten und ruhigen Liedern beweisen Cantuccini ihr musikalisches Können auf hohem Niveau.

Pfarrerin Christiane Bitterli flocht Gedanken zum Thema Glück mit ein. Das grosse Glück setzt sich aus ganz verschiedenen einzelnen kleinen Puzzleteilen zusammen. Manche Lücken bleiben bestehen, das perfekte Glück ist so nicht zu haben. Aber sich in diesem fragilen unvollständigen Glück finden und gehalten wissen, ist auch Glück. Gott ist uns Grund und Halt.

Nach frenetischem Applaus genossen die Zuhörer ein paar Zugaben. Da war nur noch die Frage: wann kommen sie wieder?

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