Leserbeitrag
Gamellenlunch des Rotaryclubs Reusstal

Marcel Siegrist
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Am alljährlichen Gamellenlunch des Rotaryclubs Reusstal auf dem Waffenplatz Bremgarten kamen für die Region interessante Nettigkeiten zutage. So ist der Genie-Ausbildungsplatz im Reussknie in der langfristigen Armeeplanung nicht gefährdet. Im Gegenteil. Derzeit tätigt das VBS Investitionen für 7.7 Mio. Franken. Bremgarten ist dank des Standorts Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverband in der Nähe des Flughafens Zürich-Kloten ausserdem die zentrale Drehscheibe der Rettungskette.

Adjutant Andreas Romor rühmte den Waffenplatz zwischen städtischer Wohnzone und Naturschutzgebiet und dessen interessante Wirtschaftlichkeit für die Region. Auf 115 Hektaren werden 600 Betten angeboten, dazu 220 Betten im sogenannten Camp, dem Truppenlager. Die Auslastung kommt, regelmässig übers Jahr verteilt, auf 90 Prozent, kein privates Hotel erreicht solche Zahlen. Regional erwirtschaftet der Waffenplatz Bremgarten einen Umsatz von 900‘000 Franken, militär-intern kommen 300‘000 Franken dazu. Zur Infrastruktur gehören nach wie vor ein vollausgerichtetes Spital und eine eigene Poststelle.
Der wichtigste Verband, der den Waffenplatz Bremgarten nutzt, ist der Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverband Genie+Rettung – er besteht in der Regel aus Durchdienern, die auch Auslandseinsätze leisten. 100 Fahrzeuge summieren einen Wert von 25 Millionen Franken, 40 Mio. Franken an Material kommen dazu. Der gut ausgebaute Standort Bremgarten beherbergt ausserdem die Genie-Offiziersschulen, verschiedene Kurse auf Stufe Armee, neu sind die Armeetaucher hier stationiert. Das Verpflegungszentrum, von einem kompetenten Zivilangestellten geführt, schafft täglich eine Kapazität von mindestens 600 Personen, die auch in den weitverzweigten Aussenstandorten und direkt auf die Schiess- und Ausbildungsplätze bis in die Innerschweiz zentral von Bremgarten aus versorgt werden. Eine logistische Meisterleistung.
„Gamellenlunch“ heisst der jährliche Rotaryanlass auf dem Waffenplatz Bremgarten übrigens nicht umsonst. Tatsächlich gibt es jeweils nach einem kleinen aber feinen Salatteller köstliche Suppe mit Spatz direkt aus dem Gamellendeckel und danach eine leckere Crèmeschnitte wie es sich gehört. Und jedesmal nehmen mehrere aktive und ehemalige sehr hohe Offiziere am Lunch teil. Diesmal referierte Brigadier Daniel Keller, der Chef der Aargauer Infanterie-Brigade 5. Den Rotarylunch leitete der ehemalige Rüstungschef der Schweizer Armee, Fred Markwalder, Wohlen – ebenfalls Brigadier. Höchster militärischer Gast war der ehemalige Divisionär Hansruedi Ostertag. Die Politik vertrat ex-Regierungsrat Peter Wertli. (hre)