Leserbeitrag
Frischluftateliers und buntes Skilagerleben

Die Oberstufe Menziken genoss die Projektwoche.

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In der zweitletzten Märzwoche blieb an der Oberstufe Menziken kein Stein auf dem anderen. 108 Schüler genossen Skilagerluft an den zwei Standorten Bettmeralp und Lenzerheide. Alle anderen beteiligten sich aktiv an einem von 11 ausgeschriebenen Ateliers im und um das Menzo-Schulhaus unter der Leitung von Klassen- und Fachlehrpersonen.

Sowohl die Lager Bettmeralp wie Lenzerheide waren geprägt von gigantischen Schneemassen und zeitweiligem Dauerschneefall, wobei sich im Bündnerland die Sonne häufiger zeigte, als im Wallis. Das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Die Lagerleiter Benjamin Schmid und Erica Fankhauser organisierten die Sportwoche unter den Programmen von J+S.

Für besondere Nachhaltigkeit wird das Projektwochenergebnis von Werklehrer Rolf Gautschi sorgen: Seit dieser Märzwoche ist die Gemeinde Menziken um einen Grillplatz reicher. Zusammen mit 17 Schülern und weiteren Lehrpersonen verbrachte das Team eine top-organisierte und im Detail vorbereitete Arbeitswoche im Freien. Entstanden ist ein beeindruckend gestalteter neuer Grillplatz an der Wyna in unmittelbarer Nähe der Badi und öffentlich zugänglich. Die Anlage besteht aus einer betonierten Grillstelle, einem Natursteinboden, aus Bänklein und einem Holzunterstand. Selbst die kleinsten Details entstanden in Handarbeit. Gegen Wind und Wetter schützte eine ad hoc Baubaracke, wo es zum Aufwärmen jeweils warmen Tee gab. Zur kleinen Einweihungsfeier vom Freitagmittag richtete Frau Gemeindeammann Annette Heuberger Dankesworte an die Projektleitung und die Schüler in der Hoffnung, der Platz möge einige Zeit von Vandalismus verschont bleiben.

Seit der Projektwoche zieren pittoreske neue Graffitis den Singsaal. Seither wissen einige Schüler mehr, wie man digitale Bilder und Filme professionell herstellt und verarbeitet oder wie die Sternbilder am Nachthimmel heissen. Traditionell und beliebt sind die beiden Angebote, den Nothelferausweis während dieser Woche erwerben zu können oder in Lehrbetrieben zu schnuppern. „Füürio" nannte sich das Projekt von Walter Lendenmann. Wer immer in Menziken kurzfristige Hilfe für Alltagsarbeiten brauchte, konnte sich auf der temporär eingerichteten „Arbeitszentrale" melden und erhielt stundenweise willige Schüler zugeteilt. Das Team putzte Storen, half älteren Menschen bei Aufräumarbeiten, transportierte Holz und richtete Tiergehege ein. Die freiwilligen Spenden in ansehnlicher Höhe werden in diesen Tagen der UNICEF überwiesen.

Bruno Schaller