Leserbeitrag
Freudensteinquartier im Zentrum der Schule Brugg

Hanspeter Stalder
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Die kühlen Temperaturen im Storchenturm, anlässlich der Fraktionssitzung der FDP Brugg, kamen fast wie gerufen. Die Erweiterung und Gesamtsanierung des alt ehrwürdigen Stapferschulhauses wird nicht in Frage gestellt, gab jedoch Anlass zu ausgiebigen Diskussionen. Gemäss Bericht und Antrag des Stadtrates, sind in den letzten 30 Jahren nur Unterhaltsarbeiten verrichtet worden. Nun ist es an der Zeit die Kapazität sowie die Raumgestaltung weitsichtig anzupassen. Hinzu kommen noch die Korrekturen zugunsten der Energiebuchhaltung und sicherheitstechnischen Anforderungen. Und zu guter Letzten wird auch der Behindertentauglichkeit Rechnung getragen. Bei der Erweiterung stellt sich die Frage der Weitsichtigkeit der nur 2 zusätzlichen Schulräume plus Gruppenraum. Decken diese auch längerfristig den Bedarf der Schule (Beispiel Bodenackerschulhaus)? Die veranschlagten 11.4 Mio Franken sind viel Geld und, in Anbetracht der kommenden zusätzlich für Schulzwecke geplanten Ausgaben, überlegt zu planen. Bei der Einwohnerratssitzung vom kommenden Freitag geht es aber nicht um den Baukredit sondern um die Projektierungskosten von 830‘000 Franken. Diese finden nach ausgiebiger Diskussion eine Mehrheit. Der Stadtrat wird aber aufgefordert ein Kostendach festzulegen. Desweiteren geht aus der Vorlage nicht klar daraus hervor, ob der Perimeter zwischen Stapferschulhaus und Hallwylerturnhalle bei den Sanierungskosten mit eingerechnet wurde, oder ob nur der rote Sportplatz enthalten ist. Der Hartplatz muss zwingend eingerechnet sein. Die Frage nach einer einwohnerrätlichen Begleitkommission wird aufgeworfen.

Dem Kindergartenprovisorium im östlichen Teil der Freudensteinwiese als Ersatz des Kindergartens an der Baslerstrasse, Ortsteil Umiken, wird zugestimmt. Die vorübergehende Einschränkung der Benützung der Freudensteinwiese wird hingenommen. Mit einer gewissen Erweiterung kann dieses Provisorium auch gleich für die Auslagerung des Stapferschulhauses währenddessen Sanierung verwendet werden. Dies stellt ein weiterer Vorteil dieser Variante dar. Der geplanten regen Bautätigkeit an der Museumstrasse muss sicherheitstechnisch Rechnung getragen werden. Es wird aber ganz sicher ein interessanter Schulweg.

Dem Bruttokredit zur Sanierung der seit 1961 stillgelegten Kugelfänge Süd und Nord der ehemaligen 300m Schiessanlage „Geissenschachen“ wird zugestimmt.

Der Regierungsrat will die Regionalpolizei nicht mehr für ihre kriminalpolizeilichen Arbeiten entschädigen, dennoch sollen die Brugger Bürgerinnen und Bürger weiterhin von dieser Tätigkeit profitieren können. Die Regionalpolizei soll weiterhin Anzeigen entgegennehmen und die Personalien von Ladendieben aufnehmen können. Die FDP Brugg wird sich dafür einsetzen, dass die Regionalpolizei ihre bisherigen Aufgaben weiterführen kann und gegebenenfalls im Einwohnerrat einen entsprechenden Vorstoss einreichen.

FDP Brugg

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