Leserbeitrag
Frauenvereinsreise zur Blumeninsel Mainau

Fabienne Schmid
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Die muntere Gesellschaft fuhr per Car auf dem schnellsten Weg zur „Perle“ des Bodensees, zur Insel Mainau. Beim obligaten Kaffeehalt, im Hotel Storchen, Wiesendangen, konnten sich die Reisenden nicht nur stärken sondern auch ungezwungen austauschen. Man freute sich auf die Blumenpracht und auf das vielversprechende sonnige Spätsommerwetter. Der Start in Meisterschwanden unter einer zähen Nebeldecke erwies sich als sehr frisch. Man war vor allem gespannt auf eine 1 1⁄2 stündige Führung auf Mainau. Mit viel Charme und Humor vermittelte der Führer interessante Details zu Fauna und Flora und zur Geschichte der mit ca. 45 Hektar Fläche drittgrössten Insel im Bodensee. So erfuhr man, dass die Insel sich im Besitz der schwedischstämmigen Adelsfamilie Bernadotte befände. Bedingt durch das günstige Bodenseeklima wuchsen hier Palmen und andere tropische, subtropische und mediterrane Pflanzen. Grossherzog Friedrich I. liess ab 1856 500 verschiedene Arten sehr wertvoller Laub- und Nadelbäume und Blumen pflanzen. Der geführte Rundgang ging entlang Riesenmammut- und Ginkobäumen und am einzig verbliebenen Maulbeerbaum vorbei. So erfuhr die Reisegruppe, dass Friedrich I. nach der Geburt von Tochter Victoria Maulbeerbäume pflanzen liess, dies für Victoria’s seidenes Hochzeitskleid. Weiter spazierte man durch Wildrosenanlagen und herrlich leuchtende Dahlienfelder. Der Pfad durch die Dahlienfelder mit etwa 20'000 Dahlienbüsche von 250 Sorten war wohl für einige einer der Inselhöhepunkte. An Ende des geführten Rundganges konnte man sich am italienischen Rosengarten erfreuen. Anscheinend sind auf der ganzen Insel über 30'000 Rosenstöcke von 1200 Sorte gepflanzt. Man hätte noch lange den vielen Geschichten und Pflanzendetails des Führers zuhören können aber auch das Kulinarische sollte bei dieser Reise nicht zu kurz kommen. So begab man sich zum gemeinsamen Mittagessen. Danach blieb noch Zeit für die individuelle Erkundung der Insel. Die Einen besuchten die Schlosskirche St. Marien und den Schlosshof, Andere die ab 1856 angelegte Parkanlage mit seltenen Laub- und Nadelbäumen. Man begab sich zum Schmetterlingshaus, wo man durch eine tropisch anmutende Umgebung spazieren konnte und bis zu 1'000 bunte Falter dem Besucher „um die Ohren“ flogen. Man genoss die Blütenpracht von einer Bank aus oder einen Kaffee in gemütlicher Runde bevor man den Car für die Heimreise bestieg. In Pfyn, in der Spezialitäten Confiserie Bürgi war ein Zwischenhalt eingeplant um Dessertgelüste zu stillen und sich mit süssen Mitbringsel einzudecken. Der Chauffeur brachte die Reisegesellschaft trotz Stau im Gubrist pünktlich nach Meisterschwanden/Tennwil zurück. Er überreichte der überraschten Interimspräsidentin ein süsses Andenken für die angenehme Gesellschaft. Gut gelaunt und zufrieden über den sonnigen Tag gingen die Reisenden nach Hause.

Maja Müller/Esther Melliger

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