Leserbeitrag
Ferienlager der Bewohner vom Roth-Haus Muri

Schöne Ferienwoch im Tessin

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Endlich Sommer, endlich Juli und wenn wir es ganz genau nehmen wollen, endlich der 11 Juli 2009. Das bedeutet für die Wohngruppe 1 und die Wohngruppe 3 von der Stiftung Roth-Haus Muri die lang ersehnte Aufbruchsstimmung, ab ins Sommerlager, das sonnige warme Tessin wartet nur auf uns.

Am Morgen vor der Abfahrt sind nicht nur die Betreuer im Schuss, sondern auch die 16 Bewohner des Roth- Hauses sind vor Aufregung kaum zu bremsen. Erst als alle Einzelheiten von der langen Gepäck- und Buseinteilungsliste gestrichen werden konnten, legt sich die Aufregung und die Vorfreude steht allen ins Gesicht geschrieben. Alle schauen gebannt zum Fenster hinaus, diese vielen Autos und erst diese nicht enden wollenden engen Kurven vom Gotthardpass, sind wir denn nicht schon da? Doch die Aussicht auf einen Kaffee und eine feine Minestronesuppe am Ziel lassen die Zeit der Fahrt wie im Fluge vergehen. Die letzten Kurven sind geschafft, das Ortschild von Primadengo (TI) ist schon von weitem zu sehen, jupiii wir haben es geschafft.

Dieses grosse Lagerhaus wird für die nächste Woche unser neues zu Hause sein und dies sogar mit eigenem Koch und Bäcker, was für tolle Ferien. Nach einem Tag verdienter Ruhepause geht's auch schon los auf die ersten Ausflüge in die Umgebung. Der immer noch schneebedeckte Nufenenpass lockt mit einer Schneeballschlacht und der Wasserfall in Faido mit herrlicher Entspannung am Lagerfeuer. Der Besuch vom Dienstag in der Schokoladenfabrik Alprose und der anschliessende Besuch im Zoo al Maglio ist bei Temperaturen über 30 Grad eine echte Herausforderung und verlangt nach einer Abkühlung in unserem Mini-Pool in Primadengo.

Als Highlight steht am Mittwoch die Reise nach Ascona auf dem Programm. Die Seepromenade lädt zum flanieren und verweilen ein und nach einem grossen Eisbecher und Marktbesuch ist die Zeit auch schon wieder um. Wer Lust auf mehr Action hat, kann auch im nahe gelegen Lido den Sandstrand und das kühle Nass geniessen. Die erneute aber unerwünschte Abkühlung trifft uns am Mittwoch in Form von Platzregen und Gewitter. Da zu diesem Zeitpunkt viele Angehörige, Verwandte und Bekannte zu Besuch angereist sind, kann dies der tollen Stimmung keinen Abbruch tun und so feiern wir weiter. Der abschliessende Ausflug vom Donnerstag an einen uns angepriesenen stahlblauen, naturbelassenen Bergsees ist durch die Tollkühnheit unsere Fahrer ein echtes Abenteuer geworden. Kilometerlange steile steinige enge Strassen führen uns durch die undurchdringlichen Wälder des Tessins und lassen unseren Zeitplan leider total vergessen.

Unausweichlich naht der Tag der Abreise und unter strömenden Regen verlassen wir unser lieb gewonnenes Primadengo mit all den schönen Erinnerungen welche wir in dieser Woche sammeln durften. (Petra Siegrist)

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