Leserbeitrag
Fabia Wey - ein Glücksfall für die Schulpflege

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag

Bilder zum Leserbeitrag

Anfangs dieses Jahres entschied sich Fabia Wey, ihre Teilzeitstelle in Arni als Lehrerin fürs DAZ (Deutsch als Zweitsprache) zu kündigen. Der Entscheid fiel ihr schwer. « Die Arbeit mit den Kindern hat mir extrem gut gefallen. Aber ich habe meine Familie, den Haushalt, mein Yoga- Studio und ... den Hund.» So verstand die 36-jährige die Anfrage der SP, ob sie nicht für den vakanten Schulpflege-Posten kandidieren wolle, als Wink des Schicksals. Denn Schule ist und war ihr immer wichtig. Schon während ihres Studiums hat sie an der Bez und an der Sek unterrichtet, dann leitete sie für den Turnverein das Kinderturnen und nach einer Yoga-Ausbildung unterrichtet sie heute im eigenen Studio Erwachsene und Kinder Yoga.

Fabia Wey ist Murianerin durch und durch, sie hat in Muri alle Schulen bis zur Bez besucht. Sie ist mit Martin Wyss verheiratet, die beiden sind Eltern zweier Buben im Alter von neun und sieben Jahren. SP Muri erachtet Frau Wey als ideale Kandidatin für die Schulpflege, da sie ist im Dorf gut vernetzt ist und als Lehrerin und Mutter schulpflichtiger Kinder viel Erfahrung in Erziehungsfragen mitbringt.

Parolenfassung für die Abstimmungen vom 8. März
Neben der Vorstellung ihrer Schulpflege-Kandidatin fasste SP Muri am 1. Stammtisch des Jahres die Parolen zu den Abstimmungen vom 8. März. Die einzelnen Vorlagen wurden wechselweise vom Vorstandsmitglied Peter Hauser und der Nationalratskandidatin Andrea Rey vorgestellt. Bei den eidgenössischen Vorlagen gab insbesondere die «Energie- statt Mehrwertsteuer» zu reden, eine Energie-Lenkungsabgabe, die an den Staatshaushalt gekoppelt ist und die von einer breiten Allianz inklusive der SP als finanzpolitisches Abenteuer bezeichnet wird. Nach einer längeren Diskussion entschied sich die Mehrheit der Anwesenden ebenfalls für die Nein-Parole. Bei der zweiten eidgenössischen Vorlage, der Initiative «Familien stärken!» war das Nein hingegen einstimmig. Das wichtigste Argument: Die Ausfälle in Milliardenhöhe bei der direkten Bundessteuer. Denn die Steuerbefreiung der Kinder- und Ausbildungszulagen bezieht sich nur auf die direkte Bundessteuer. «Etwa 40% der Haushalte, viele davon mit Kindern, bezahlen in der Schweiz wenig oder keine direkte Bundessteuer. Wer nichts bezahlt, hat auch nichts vom Steuerabzug. Nur die Reichen würden profitieren!» Wichtig sind ihr auch möglichst viele Neinstimmen beim «Gesetz über die Umsetzung der Leistungsanalyse». «Mit einem Nein setzen wir ein Zeichen, dass wir mit dieser Finanz- und Steuerpolitik auf Kosten des Normalbürgers nicht einverstanden sind. Die breite Bevölkerung soll durch Leistungsabbau, Gebührenerhöhungen und höhere Steuern zur Kasse gebeten werden. Und das nächste Sparpaket ist bereits in der Pipeline!» Mit einem einstimmigen Nein folgten die Anwesenden der Argumentation von Andrea Rey. Bei der zweiten kantonalen Vorlage, der aargauischen Volksinitiative «Zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt vor privaten Feuerwerken» beschloss die Mehrheit der Anwesenden Stimmfreigabe.

Aktuelle Nachrichten