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Erstkommunion Kleindöttingen

Silvia Kaiser
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Sechs Mädchen und vier Buben waren am gestrigen Sonntag „mit Jesus unterwegs“ und durften die erste Hl. Kommunion feiern. Katechetin Brigitte Rennhard und Gemeindeleiterin Christina Burger bereiteten die Kinder im Religionsunterricht auf diesen Tag vor: „Wo zwei oder drei versammelt sind – bin ich mitten unter euch“, damit wurden jeweils die Unterrichtsstunden wie auch der Gottesdienst mit Pfr. Stefan Essig eröffnet.

Das erste Mal Heiliges Brot essen, das wollten die Kinder dann genau wissen: Wie ist es? Wie schmeckt es? Muss es fest gekaut werden? Eine ungeweihte Hostie in der Probe sollte Antwort darauf geben. Nichts Aussergewöhnliches, ja gar etwas fade sei sie! Wie schmeckt sie wohl, wenn sie erst geweiht ist? Eine sehr gute Frage, die nicht einfach mit dem Geschmackssinn erklärbar ist.

Manche Dinge sieht man nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen.

Im Evangelium „Auf dem Weg nach Emmaus“ erkannten die Wanderer Jesus erst nachdem er das Brot gebrochen hatte – dies ist das Ziel der Kommunion: Ihn zu erkennen und zu spüren.

Christina Burger erzählte dazu die Geschichte ihres Grossvaters und seinem Taschenmesser. Die Teilung und das anschliessende Essen eines Apfels gehörte zu einem Ritual, das sie auf ewig mit ihm verband. Später erbte dieses Messer, nichts Wertvolles aber ein unbezahlbares Erinnerungsstück. Es begleitete sie bis nach Brasilien. Dort wurden in der Gemeinschaft statt der Äpfel Orangen geschält und geteilt. Beim Abschied überliess Frau Burger das Messer ihrer Freundin, welche über die Bedeutung dieses Messers wusste.

Jahre später traf sie diese Frau über umständlichen Wegen wieder. Würde dieselbe Vertrautheit das sein, wie damals? Etwas befangen zuerst, teilten sich die Frauen eine Orange – welch Überraschung, geschält mit Grossvaters Sackmesser und sofort war es wie damals: Manche Dinge sieht man nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen. Genau so ist es mit dem Heiligen Brot.

Selbst gestalteten Tonkreuze zur Erinnerung, festliche Blasmusik der Musikgesellschaft Kleindöttingen und ein fröhliches Beisammensein beim Apéro rundete diesen feierlichen Gottesdienst ab. Danke an alle, die dazu beigetragen haben.

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