Leserbeitrag
Erstkommunion im Zeichen des Fisches

6 Mädchen und 9 Buben feierten gestern ihre Erstkommunion. Draussen regnete es, aber die Kinder strahlten und freuten sich von ganzem Herzen.

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Schnell spurteten am Sonntagmorgen die Kinder mit ihren Gewändern ins trockene Pfarreizentrum. Für die Einzelfotos war gerade noch genügend Platz unter dem Vordach, aber für das gemeinsame Bild stellte sich die aufgeregte Schar im Saal auf.

Die letzten Monate bereitete Katechetin Annarös Cipolat die Kinder auf diesen grossen Tag vor. Voller Eifer wurde in der vergangenen Woche zwei Mal für das spezielle Fest geprobt, der Ablauf besprochen und die Lieder geübt.

Um 10.15 Uhr galt es am Sonntag dann ernst. Von der Marienkapelle oben ertönten die ersten Klänge der Musikgesellschaft Kleindöttingen. Zusammen mit den Ministranten, der Katechetin Annarös Cipolat, der Gemeindeleiterin Christina Burger und Pfarrer Stefan Essig zogen sie auf trockenem Weg die Innentreppe hoch in die Kirche ein, wo Eltern, Geschwister, Gottis, Göttis, Grosis und andere Pfarreiangehörige gespannt auf sie warteten.

Fischmobile tanzte über dem Altar

Nicht nur die Gemeindeleiterin Christina Burger begrüsste die vielen Besucher. Andrina Bürgi begrüsste speziell die Eltern, Fabian Brosi alle Gottis und Göttis und Simon Schuler die Grosseltern und anderen Verwandten. Da nicht alle Gottesdienstbesucher aus der Schweiz kommen, begrüsste Ivona Agatic in kroatischer, Tiago Carneiro in portugiesischer und Melanie Da Cunha Spica in italienischer Sprache.

Von den Fischen können wir etwas lernen

Im Kyrie-Ruf erklärte Melanie Da Cunha Spica, dass Wasser für die Fische lebensnotwendig ist und dass auch wir haben, was wir zum Leben brauchen, manchmal aber respektlos damit umgehen. Joel Sommerhalder erklärte, dass die Fische in Schwärmen leben, zusammen halten und so gross und stark sind. Auch wir leben in Gemeinschaft, doch das Zusammenhalten gelingt oft nicht, weil jeder an sich selbst denkt. Ivona Agatic meinte, dass Fische gesunde Bäche, Seen und Meere und auch wir eine gesunde Umwelt zum Leben brauchen und wir zur Umwelt besser Sorge tragen müssen.

Fische leben im Wasser - wir leben in Gott

Noël Napoli, Anna Gazeano, Jakov Ivancic, Michelle Stimoli und Elena Cristallo erzählten eine Geschichte: Die Fische eines Flusses bewegte die Behauptung, dass ihr Leben vom Wasser abhänge, sie aber noch niemals Wasser gesehen hätten und nicht wüssten, was das ist. So schwammen sie bis zum Meer, wo ein gelehrter Fisch lebte. Dieser sagte: „Ihr dummen Fische! Im Wasser lebt und bewegt ihr euch und wisst es nicht." So wie die Fische im Wasser leben ohne es zu wissen, leben auch wir in Gott. Aber viele Menschen fragen: Wo ist Gott?

Weil Gott möchte, dass wir uns wohl fühlen wie ein Fisch im Wasser, baten u. a. Noah Zimmermann, David Erne und Giorgio Dal Monte Gott um seine Hilfe.

Zum grossen Fest gehört ein schön gedeckter Tisch!

Einige Erstkommunionkinder halfen Pfarrer Stefan Essig bei der Gabenbereitung. Andrina Bürgi brachte das Brot, Fabian Brosi den Wein, Ivona Agatic das Kreuz, und Anna Gazeano und Tiago Carneiro das Licht. David Erne und Elena Cristallo schmückten den Altar zuletzt noch mit schönen Blumengestecken.

Endlich war es dann so weit: Den Erstkommunionkindern wurden die Hostien in die Hände gelegt und sie durften das erste Mal das heilige Brot kosten. Nach der Kommunion schaltete Gemeindeleiterin Christina Burger einen Werbespot in eigener Sache ein. Sie meinte, dass sie sich freuen würde, wenn einige von ihnen zur munteren Schar der Ministranten dazukämen.

Wunderschöne, selbst gemachte Tonkreuze zur Erinnerung

Zum Schluss verteilte Annarös Cipolat die Tonkreuze, die die Kinder zusammen mit den Eltern am Eltern-Kind-Tag selber gestaltet haben. Vorsichtig nahmen die Kinder die zerbrechlichen Andenken entgegen. Gemeindeleiterin Christina Burger dankte allen, die zum guten Gelingen der schönen Feier beigetragen haben.

Wetterbedingt führte der Auszug über die Innentreppe wieder nach unten ins Pfarreizentrum, wo der Pfarreirat bereits Wein, Mineralwasser und Orangensaft in die Gläser gefüllt hatte und die Musikgesellschaft noch ein paar Lieder spielte.

Ausflug als krönender Abschluss

Die Kinder dürfen sich freuen. Nach dem grossen Fest mit der Familie steht noch etwas Tolles auf dem Programm: Ein gemeinsamer, lustiger Ausflug aller Erstkommunikanten.

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