Leserbeitrag
„erlinsbacher bühne“ in den Startlöchern

Willi Stadler
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag

Bilder zum Leserbeitrag

hme

Den bösen Geistern auf der Spur

Mitte August ist es erneut soweit: in Speuz, in der Freilichtarena beim Pfadiheim, stehen wieder die Bretter, die die Welt bedeuten. Es wird wieder Theater gespielt in Speuz. Die „erlinsbacher bühne“ präsentiert mit dem Stück „De bös Geischt uf de Breiti“ ein eigentliches Volksstück. Die Rollen sind verteilt, die Textbüchlein ebenso. Premiere wird am 15. August sein.

Dass die Erlinsbacher Laienspielerinnen und –spieler das spezielle Kribbeln der Vorfreude besonders heftig empfinden, hat auch damit zu tun, dass die „erlinsbacher bühne“ nur alle zwei Jahre auftritt. Aber sicher auch, dass die Mitglieder auf der Bühne, also jene, die Abend für Abend den Applaus des Publikums geniessen dürfen, wissen, dass sie von zahlreichen Helferinnen und Helfern umgeben sind, vom Aufbau des Bühnenbildes bis zum Betrieb der Theaterbeiz, nicht zu vergessen die Administration und die Organisation unter OK-Präsident Hans Steiner, ohne die ein solches Unternehmen gar nicht denkbar wäre. Diesen freiwilligen guten Geistern im Hintergrund möchten Trisi Buser und Linus Lindegger – beide gehören zum Urgestein der Gruppe und haben bei jedem Stück mitgespielt - einmal ganz besonders danken. Im neuen Stück verkörpern sie Schwester und Bruder, die als Magd und als Knecht ihr ganzes Leben auf einem Bauernhof verbracht, viel gesehen und erlebt haben und sich nun Sorgen um die Zukunft machen. „Wir kämpfen“, erklärt Trisi Buser als Magd Kathri, „dafür, dass der Hof weiter besteht, so wie er ist, und damit auch um unsere eigene Existenz“. Und Linus Lindegger als Knecht Jakob ergänzt: „Das Stück handelt ja in den vierziger Jahren. Damals waren die Bauern meistens die Wohlhabenden und das Gesinde war ihnen ausgeliefert. Wir zeigen wie Armut, Geld, Emotionen und Liebe zusammengewürfelt eine schöne Geschichte ergeben.“

Genau dafür bietet die Theaterlandschaft beim Pfadiheim die idealen Voraussetzungen. Überhaupt schwärmt Linus Lindegger vom Spiel unter freiem Himmel: „Es gibt für uns Schauspielerinnen und Schauspieler nichts Schöneres als das Freilichttheater. Der besondere Reiz liegt darin, dass man mit seiner Leistung, seiner Stimme, einen so grossen Raum erschaffen, ihn mit Leben füllen kann, und das Publikum damit sichtbar zu bewegen vermag. Wenn das Wetter mitspielt!“ Und wenn es nicht mitspielt, wie damals etwa beim „Sommernachtstraum“? „Auch wenn uns der Regen über den Rücken läuft, das spüren wir kaum, da man so mit Leib und Seele dabei ist“. Dem kann Trisi Buser nur beipflichten: „Das Spiel im Freien, mit dem Himmel, dem Mond, den Krähen in den Bäumen, das ist unvergleichlich. Und das Wetter wird zweitrangig“. Das freut das Publikum, das bei der „Erlinsbacher Bühne“ auch dieses Jahr bequem vor Regen und Wind geschützt das Spektakel verfolgen kann.

Unter der Regie von Bühne-Präsident Willi Stadler spielt "De bös Geischt uf de Breiti" von Maria Ineichen-Schüpfer in den Jahren nach dem letzten Krieg in einem Bauerndorf. Der schöne Hof soll verpachtet werden, da Tochter und Sohn der Bauern von einem windigen Architekten in die Stadt gelockt werden. Doch dieser hat die Rechnung ohne die schlauen Angestellten des Hofes gemacht. Die wahre Liebe trägt das Übrige dazu bei und alles wendet sich am Schluss zum Guten. Premiere ist am 15. August. Gespielt wird ausser Montag jeden Abend bis zum 25. August. Geschenkgutscheine für einen unvergesslichen Theaterabend sind bereits auf der Erlinsbacher Post erhältlich.

www.erlinsbacherbuehne.ch

Von Hans M. Eichenlaub, Erlinsbach SO

Aktuelle Nachrichten