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Erlebnistag auf dem Sulzer Brügglihof

Dieter Deiss-Weber
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Brügglihof_05.JPG Der Bührer-Traktor mit Mähwerk aus dem Jahre 1960 weckte das Interesse der Besu-cherinnen und Besucher.
Brügglihof_09.JPG Gestern traf Morgen beim Mähen der Wiese.
Brügglihof_28.JPG Die Kleinen freuten sich am Kontakt mit den Kälbchen.

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Ein prächtiger Spätsommertag lockte Alt und Jung in Scharen zu einem Ausflug auf den Brügglihof von Corina und Marcel Weiss in Sulz. Zusammen mit Claudia und Bruno Stäuble und Michael Stäuble hatten diese in Zusammenarbeit mit der KulturWerk-Stadt ein interessantes Programm vorbereitet. Da gab es insbesondere für die Kleinen nebst Sandkasten, Fahrzeugpark und Strohburg auch die Möglichkeit, zwei kleine Kälbchen streicheln zu dürfen oder auf Ponys und Pferden zu reiten. Unterdessen liessen sich die Grossen den Weg vom Apfel bis zum getrockneten „Öpfelringli“ erklären. Ein eigentliches Kräftemessen gab es beim „Sägesse“-Wettbewerb, wo Jung und Alt ihre Fähigkeiten im Mähen mit der Sense unter Beweis stellen konnten. Unter den strengen Augen der Juroren hatte man ein zugewiesenes Stück Grasland zu mähen.

Einer der Höhepunkte des Nachmittags war zweifellos die Demonstration von Arbeitseinsätzen mit Maschinen aus verschiedensten Jahrzehnten. Da sah man den Bauer, der mit seinem zwölfjährigen Pferd „Obelix“ mit einem Wiesenstriegel arbeitete oder mit einem Gabelwender das gemähte Gras lockerte. Ein gut sechzigjähriger Bührer-Traktor mit Mähwerk zeigte der jüngeren Generation, wie vor noch nicht allzu langer Zeit die Mechanisierung in der Landwirtschaft ausgesehen hatte. Vorgeführt wurde aber auch modernstes Gerät, wie beispielsweise ein Scheiben- oder Trommelmäher oder eine vollautomatische Ballenpresse. Marcel Weiss gab vorgängig dazu eine kurze Einführung: Der von einem Pferd gezogene Balkenmäher sei ungefähr 1830 von einem Amerikaner erfunden worden. Um 1880 habe die Firma Aebi Mähmaschinen mit dem Namen „Nachtigall“ für Pferdezug entwickelt, während der erste Motormäher 1926 entstanden sei.

Während die Einen noch lange bei den Maschinen aus unterschiedlichen Jahrzehnten fachsimpelten, widmeten sich die Andern schon längst den Köstlichkeiten der Festwirtschaft, welche selbstverständlich weitgehendst aus hofeigenen Produkten bestanden. Es war ein Fest, wo sich die Landwirtschaft von ihrer bestens Seite präsentiert hatte.