Leserbeitrag
Elektromobilfahrer - Pioniere der E-Mobilität

Brunhilde Mauthe
Drucken
Über hundert Gäste kamen ins BZZ zum Energie-Apéro Mehr Gäste als angemeldet kamen ins BZZ um den spannenden Vorträgen zu E-Mobilität zuzuhören und ebenso interessante Fragen an die Referenten zu stellen.

Über hundert Gäste kamen ins BZZ zum Energie-Apéro Mehr Gäste als angemeldet kamen ins BZZ um den spannenden Vorträgen zu E-Mobilität zuzuhören und ebenso interessante Fragen an die Referenten zu stellen.

Das Thema „E-Mobilität und Emotion“ lockte über 100 Besucher ins BZZ. Die beiden Referenten gingen auf die Entwicklung der Elektromobilität und die Ladeinfrastruktur in der Schweiz ein, zeigten aber auch wie die öffentliche Hand und Energieversorger mit dem Thema umgehen können.

Paul Marbach, Geschäftsführer der StWZ Energie AG, Zofingen freute sich über die vielen Gäste, als er sie zum zweiten Energie-Apéro im Namen der Energieversorger der Region Zofingen begrüssen durfte. Für Ihn ist der Apéro Teil der Informationspflicht als Energieversorger und es ist ihm ein Anliegen dass ein Austausch mit der Bevölkerung stattfindet. Der an die Vorträge anschliessende Apéro gibt dazu beste Gelegenheit.

Der Umweltphysiker und ehemalige Dozent an der ETH, Peter de Haan, stellte provokativ die Frage in den Raum, muss das Auto der Zukunft elektrisch sein; er beantwortete sie gleich selber mit einem klaren „Nein, aber es wird.“ Schwachpunkt wird zwar noch längere Zeit die Batterie sein, die zu schwer und heute im Vergleich zum Verbrennungsmotor noch teuer ist. Grosses Potential sieht er in Kleinstautos. Ausserdem will die Energiestrategie 2050 des Bundes den Benzin- und Dieselverbrauch um 60% verringern. 2014 betrug der Anteil der Elektroautos in der Schweiz 0,9%, Tendenz steigend. Die Schweiz sei auf Kurs und schon 2035 werden gemäss Prognosen die Hälfte der Autos elektrisch und Hybrid mit plug-in unterwegs sein. Eine grosse Herausforderung sieht de Haan in der Bereitstellung der Ladestationen.

Neue Geschäftsfelder für die öffentliche Hand

Roberto Bianchetti, Experte für Elektromobilität, zeigte auf, wie Kantone, Gemeinden und Energieversorger die Elektromobilität nutzen und fördern können. Es gibt Chancen, die es zu verwirklichen gebe, aber auch die Risiken, die zu vermeiden seien. Wichtig ist auch das Thema „graue Energie“. Entscheidend sei, wie der Strom produziert wird, damit die Treibhausbilanz nicht ins Negative kippt. Die Schweiz ist mit dem grossen Anteil an Wasserenergie gut aufgestellt. Wie Kantone, Gemeinden oder Energieversorger sich auf die E-Mobilität vorbereiten können zeigt Ihnen Bianchetti mittels möglichen Handlungsoptionen und Massnahmenpläne. Immer wieder hörte man Bianchetti das Wort Pionier in den Mund nehmen; es seien Pioniere, die heute auf E-Mobilität setzen und als solche dürften sie sich auch fühlen.

Brunhilde Mauthe

Aktuelle Nachrichten