Leserbeitrag
Eintauchen in die beschauliche Zeit von Jeremias Gotthelf

Willy Lehmann
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Für Mittwoch, 22. Mai war eine Wanderung ins Emmental angesagt. Vierundvierzig Personen stiegen am frühen Morgen in die S11 ein und fuhren mit Umsteigen in Altstetten, Langenthal und Huttwil nach Affoltern-Weiher im Emmental. Nach dem Aussteigen aus dem Postauto, wurden Jacken und Pullover im Rucksack verstaut, Sonnenbrille und Mütze aufgesetzt und losmarschiert. Nach einem kurzen Aufstieg konnte man, bei schönstem Frühlingswetter, die Aussicht in die Berner Alpen geniessen. Und nun ging es, über Hügel und durch Täler weiter durch eine prächtige Landschaft. Soweit das Auge reichte, Wiesen oder Äcker und dazwischen, weit verstreut einzelne Bauerngehöfte. Für die Wanderinnen und Wanderer aus dem dicht überbauten Spreitenbach eine wahre Augenweide. Nach etwas mehr zwei Stunden Wanderzeit erreichte man den Weiler Ferrenberg, wo in der urtümlichen Wirtschaft zum Wilden Mann zum Mittagessen aufgedeckt war. Hier setzte man sich im Bauernhaus aus dem Jahre 1830 in der gemütlichen Gaststube an rohe Holztische und wartete gespannt auf das Essen. Nach Salat und Ghackets mit Hörnli, durfte natürlich als Dessert, das im Emmental beliebte «Meringue» nicht fehlen. Dazu konnte wer wollte, noch einen «Sichletegaffee» bestellen. Nach der Mittagspause nahm man den Weg zum Oberbühlchnubel in Angriff. Der kurze Aufstieg wurde belohnt durch eine wunderbare Rundsicht zu den Berner Alpen und bis weit in den Jura. Jetzt ging es weiter, wieder auf- und abwärts nach Wynigen zum Bahnhof. Dort angekommen, reichte die Zeit noch für einen kurzen Umtrunk in einer Gartenwirtschaft. In Olten angekommen, wartete eine böse Überraschung auf die Wanderschar. Der Schnellzug nach Zürich hatte Verspätung und kurze Zeit später erfuhr man, dass infolge einer Fahrleitungsstörung der Zug nur bis nach Brugg fahren könne. In Brugg sollte eigentlich der Weitertransport mit Bussen bewerkstelligt werden. Aber nach längerer Wartezeit fuhr dann eine Zugskomposition in den Bahnhof ein und brachte die vielen wartenden Reisenden nach Baden und weiter nach Zürich. Mit gut einer Stunde Verspätung traf dann die Wanderschar in Killwangen-Spreitenbach ein.

Wandergruppe Spreitenbach