Leserbeitrag
Ein Sonntagsspaziergang der besonderen Art

Rheinfelder Molinarimarsch vom 5.9.2010

Marcel Siegrist
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Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes stand über der Rheinfelder Altstadt als sich am 5. September gegen 6 Uhr 22 Personen am Schützenweg einfanden. Stiftungsratspräsident Hanspeter Kramer konnte 3 wanderfreudige Damen und 19 Herren begrüssen. Auf Glockenschlag sechs startete unser bewährte „Chef der route" Udo Dominiak zügigen Schrittes in Richtung Engerfeld. Den Steppberg hinauf ging es schweisstreibend auf den Sonnenberg, wo wir nach einer guten Stunde just zum Sonnenaufgang ankamen. Nach einer kurzen Verschnaufpause führte die Route bei herrlicher Morgenstimmung über Eigenried, Erfleten, Junkernschloss zum Kaffeehalt in der gemütlichen Gartenwirtschaft des Asphof. Den frühen Sonntagmorgen mit Blick in die Jurahöhen und die noch im leichten Nebel liegenden Täler zu durchwandern war ein besonderer Genuss. Von Ferne erklangen die Glocken, als wir zum Anstieg auf den Buschberg weiterzogen. Steil hinunter gelangten wir nachher zur rührenden Lourdes- Grotte ob Wittnau, wo wir uns eine kurze Pause gönnten. Auf angenehmen Fuss-und schattigen Waldwegen erreichten wir mit 20 Minuten Vorsprung auf die „Marschtabelle" unseren Etappenort Frick. Im gastlichen „Engel" verwöhnte uns Markus Hiltbrunner und sein Team mit einem feinen Mittagessen; es wurde ausgiebig retabliert, erfrischt und geplaudert. - Nicht einfach war der Start nach dieser erholsamen Rast. Entlang der Sissle, der A3 und der SBB über Oeschgen, Eiken nach Stein war dies die eigentliche Durststrecke der Route. Sehr willkommen war deshalb die lang ersehnte Pause beim renovierten Bahnhof Mumpf. Dort hatte Oswald Neeser, unser zuverlässige Chef des „Besenwagen" bereits ein erfrischendes Getränkebuffet aufgebaut. Dieses stärkte uns für die Schlussetappe. Auf ungeteerten Feld- und Waldwegen gelangten wir schliesslich pünktlich kurz nach 18 Uhr zurück nach Rheinfelden. Alle waren glücklich und zufrieden, dass sie diese 53 km mit durchschnittlich 5.6 km/h geschafft hatten. So genossen wir den Umtrunk und die vom „Schützen" grosszügig offerierten feinen Häppchen. Hanspeter Kramer würdigte die Leistung, die gute Laune der Teilnehmer, die sorgfältige Arbeit der Leiter Udo Dominiak und Hans Peter Flückiger. Als Anerkennung durften alle, sogar der mitgewanderte Hund „Mogwli" eine schöne Medaille entgegennehmen. Diese wurde wiederum von der AKB Rheinfelden, gestiftet. So war auch der 29. Rheinfeldermarsch ein voller Erfolg.- Richard Molinari hat diesen Anlass begründet, welcher alljährlich am ersten Sonntag im September, meist bei gutem Spätsommerwetter stattfindet. Der wanderbegeisterte Magistrat hat sogar eine Stiftung errichtet, welche mithilft, diese schöne Tradition weiter zu pflegen.(mkl)