Leserbeitrag
Ein hoffnungsvoller Gottesdienst am Tag der Völker

Feier unter dem Motto Gastfreundschaft und Besinnung auf die eigenen Glaubenswurzeln

Marcel Siegrist
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Vor fast voller Kirche wurde am vergangenen Sonntag 8. Nov. in der kath. Kirche St. Leonhard in Wohlen ein herzhafter Gottesdienst gefeiert.
Zwei Wörter bestimmten die Feier: Gastfreundschaft und Besinnung auf die eigenen Glaubenswurzeln. Musikalisch hatte der Gottesdienst eine besondere Note. Mit kräftig frischen Gesängen erfreute der kroatische Jugendchor „Put Jstine" (Weg der Wahrheit) die Gottesdienstbesucher.
Sie vertraten die slawischen Christen. Alle 14 Tage feiern slawische Gläubige in der Kirche St. Leonhard einen Gottesdienst. Esther Nöthiger und Nandor Neruda mit ihren Alphörnern brachten zusammen mit dem Organisten Hansueli Brunner urtümliche Schweizertöne zum Tragen. Der Chor der Missione Cattolica gestaltete mit seinen Gesängen den Gottesdienst. Vor 40 Jahren hielt die Missione mit Don Silvano erstmals in Wohlen ihren Gottesdienst und zwar im Chappelehof. Aus diesem Anlass feiert die Missione Cattolica am kommenden Sonntag 15. Nov. um 10.30 Uhr wiederum im Chappelehof einen Jubiläumsgottesdienst, zu dem alle herzlich eingeladen sind. In der Predigt am Tag der Völker betonte Don Silvano besonders, dass er einen Traum habe, dass sich eines Tages alle Religionen zum gemeinsamen Feiern treffen sollen. Markus Leutenegger Gemeindeleiter ad interim verglich das sich Besinnen auf die eigenen Glaubenswurzeln mit einem Baum. Der Baum ist in der Erde stark verwurzelt. Dort erhält er Nahrung. Dadurch kann er seine Krone gegen den Himmel richten. Der Baum ist ein Symbol für den Menschen. Die Wurzeln sind vergleichbar mit den Füssen des Menschen. Wo bin ich verwurzelt ? Was unternehme ich, um meinen Glauben zu stärken? Die Krone des Baumes ist vergleichbar mit dem Kopf, die Verbindung zum Ewigen.
Der Gottesdienst endete mit festem Applaus und der Aufmunterung:
Wer sich fest gegründet weiss in Gott, wird erfahren, dass die Wurzeln ihn tragen. Mit den eigenen Wurzeln des Glaubens kann man angstlos dem Fremden begegnen.
Mit den eigenen Wurzeln des Glaubens kann auch gegenseitige Bereicherung erfahren werden.. Nach diesem bunten fröhlichen Gottesdienst lud die Gruppe Kontakt alle Gottesdienstbesucher zu einem Apéro ein. (mle)

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