Leserbeitrag
Ein Abend für die Freiwilligen

Die Kommission Gesellschaft und Soziales lud am Freitagabend Freiwillige der Gemeinde Döttingen zu einem Abend ins Personalrestaurant des Kernkraftwerkes Beznau ein.

Marcel Siegrist
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Mit einem öffentlichen Aufruf wurde die Bevölkerung gebeten, Freiwilligenarbeit in der Gemeinde zu melden, damit diese sichtbar gemacht und an einem speziellen Abend verdankt werden kann.

Der stellvertretende Leiter des Kernkraftwerkes Beznau, Steffen Dämmig, begrüsste 90 Freiwillige, die der Einladung Folge geleistet haben. Er habe festgestellt, dass zum Teil ganze Familienclans Freiwilligenarbeit leiste und dies in der Familie weitergegeben werde. Auch verkündete er stolz, sei das Virus auf einige KKB-Mitarbeiter gefallen, die er unter der Gästeschar ausmachen konnte.

Der eidg. Kranzschwinger Markus Birchmeier erzählte in seiner Rede, wie er die Freiwilligenarbeit während seiner Aktivzeit im Schwingsport erlebt hat. Bereits in frühen Jahren im Club sei ihnen korrektes Verhalten gegenüber Trainingskollegen und Pflichten im Verein aufgezeigt worden. Diese Erfahrungen waren ihm auch als Geschäftsführer der Birchmeier Hoch- und Tiefbau AG und als Präsident des Wirtschaftsforum Zurzibiet immer wieder von Nutzen.
Es brauche Menschen, die sich einsetzen und aktiv sind. Es sei wichtig als gutes Vorbild voranzugehen. Motivation daraus sei die Freude am Erfolg und die Geselligkeit.

Heinz Schärer, Trainer TV Endingen und pensionierter Lehrer, machte in seiner Rede deutlich, dass das Benzin für den Motor neben Freude an der Arbeit auch Anerkennung sei. Es sei wichtig, dass man den Menschen, die ihre Zeit zur Verfügung stellen, auch einmal auf die Schultern klopfen und sich bedanken könne.

Der Appenzeller Nicolas Senn begeisterte mit seinem Hackbrettspiel Jung und Alt und mit Liedern wie „E wörzigs Bröckli Appezöller Chääs", „Hack'n Roll No. 1", „Erinnerungen an den Zirkus Renz" oder „Don't cry for me Argentinia" bewies er, dass das Hackbrett nicht nur für volkstümliche Lieder benutzt werden kann und er dieses Instrument beherrscht wie kein Zweiter.

Stellvertretend für den Aargauer Regierungsrat überbrachte Regierungsrat Alex Hürzeler die Grüsse aus Aarau und verdankte den Anwesenden ihr Engagement. Schweizweit werden rund 700 Mio. Stunden Freiwilligenarbeit geleistet. Dies entspreche einem ökonomischen Gegenwert von rund 41 Mia. Franken. Der Trend sei eher, dass die freiwillige Arbeit abnehme, deshalb solle man mit gutem Beispiel vorangehen.

Durch Vizeammann Lilli Knecht und Regierungsrat Alex Hürzeler wurden 9 Freiwillige für ihre Verdienste besonders geehrt. Dies stellvertretend für alle Freiwilligen in Döttingen.

Dass im 3700-Seelen Dorf Döttingen auch neben dem riesigen Engagement am Winzerfest viele Veranstaltungen auf die Beine gestellt werden, beweisen rund 35 Vereine, die es in Döttingen gibt.

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