Leserbeitrag
Ein 1968er erzählt

Benita Buman
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Am 5. September 2012 lud die kath. Frauengemeinschaft Windisch zum Vortrag: „Ein 1968er erzählt“. Nach dem Gottesdienst trafen sich interessierte Frauen im kleinen Saal des kath. Pfarreizentrums. Herzlich wurden sie und der Referent Herr Josef Mercx von Gertraud Roy willkommen geheissen. Die Anwesenden liessen sich in vergangene, turbulente, blumige Zeiten entführen. Zeiten der Veränderung, des Hinterfragens, des Rock `n` Roll, der Hippies, der 1968er eben. Die jüngeren und älteren Anwesenden sahen sich in wildere Zeiten, in beängstigende Zeiten, in Zeiten der beginnenden Frauenemanzipation, in befreiende Zeiten (sexuelle Revolution, Unireform, Umweltproblematik tritt in den Vordergrund) zurück versetzt. Das allseits bekannte Peace-Zeichen wurde kreiert. Wie jede neue Generation brachte auch die der 1968er eigene Slogans: „Don`t worry, be hippie“, „Make love, not war“ waren in aller Munde. Das einzelne Individuum erlangte mehr persönliche Freiheit. Die eingeleiteten Veränderungen führten jedoch auch zu Perversionen: sexuelle Freiheit brachte die Häufung von Geschlechtskrankheiten, Terrorismus aller Art hielt und hält die Welt in Atem, der Rauschgiftmissbrauch nahm und nimmt stets zu, die anti-autoritäre Erziehung zeigte später ihre Blüten. Das Woodstock Festival in New York 1969 „For Love, Peace and Music“ bildete den fulminanten Abschluss. Im Rückblick betrachtet, kann mit dem Referenten gesagt werden: „Wenn jede Gesellschaft bereit ist, sich rechtzeitig mit Kritik und Opposition auseinander zu setzen, und nicht sofort auf Verteidigung, Schuld abschieben, Unterdrückung oder Gegenangriff übergeht, wird es weniger Krawalle als 1968 geben!“

Benita Buman, kath. Frauengemeinschaft Windisch

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