Leserbeitrag
Die SVP Ortspartei Boswil besuchte die Insel Mainau

Alois Hildbrand
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Ein regnerischer Sonntag mehr war angesagt, doch wir hatten Glück. Ohne den Schirm öffnen zu müssen, konnten wir eine Führung auf der Insel Mainau geniessen. 20 Mitreisenden wurden viele interessante Details auf und um die Bodenseeinsel vermittelt. Circa 1,250 Mio. Besucher jedes Jahr bestaunen die Blumenpracht, hiesige und exotische Bäume, Gartenanlagen aus unseren Regionen und oder nach dem Vorbild „Mittelmeerraum“ mit einer langen Wassertreppe. 70 Gärtner wechseln je nach Jahreszeit die Pflanzen aus. Bis 500‘000 Tulpenknollen kommen jedes Jahr in den Boden und werden nach der Blüte kompostiert und als organischer Dünger verwendet. 20‘000 Dalienknollen werden von Kennern angeliefert und nach der Blüte zurückgenommen. Es besteht zu wenig Platz zum überwintern. 2 bis 4 Meter hohe, mit Blumen bepflanzte, Skulpturen ziehen den Besucher in den Bann. Beim Kinderspielplatz mit Flössen im Wasser ist zum Trocknen der Kleider sogar ein Tumbler vorhanden!

Ein grosser Raum in den Ausführungen nahmen die „Bienen“ ein. Zu diesem äusserst wichtigen Insekt muss ganz besonders Sorge getragen werden, durch Insektizide sind diese sehr gefährdet und schon Gras braucht, um sich weiter zu entwickeln, das Bestäuben durch Bienen. Insekten-Hotels wurden vorgestellt. Das sind Steine, Platten und Holzteile, die in allen Formen zusammengeschichtet und mit Löchern verschiedener Durchmesser versehen sind. Diese werden wirklich durch alle Arten Insekten bewohnt. Ein Maulbeerbaum dient den Seidenraupen als Nahrung. Pro Raupe wird ein Faden von 1 bis 3 Kilometer Länge gewonnen und verarbeitet. Aus Mainauer Seide wurden Brautkleider hergestellt! Eine besondere Attraktion ist das Schmetterlingshaus, wo sich in warmem, feuchtem Klima bis 15 cm grosse Schmetterlinge tummeln und sich sogar auf den Besuchern niederlassen. So durfte die SVP Boswil miteinander einen gemütlichen und lehrreichen Tag verbringen.

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