Leserbeitrag
Die Schule Egliswil besucht eine Probe des Aargauer Symphonie Orchesters

Primarschule Egliswil
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Bilder zum Leserbeitrag

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Ma-me-mi-mo-mu, Babayaga, Ochsenwagen, Rollende Wagen so lauten die Silben und Worte mit denen die Tonleiter rauf und runter Stimmbildung betrieben wird. Statt auf der Klarinette zu spielen, leitet Adrian Zinniker die grosse Schülerschar zur Stimmbildung an. Rund 200 Kinder mit ihren Lehrerinnen haben sich im Ortsbürgersaal der Bärenmatte Suhr an diesem Morgen eingefunden. Knapp die Hälfte davon sind von der Primarschule Egliswil. Alle bereiten sie sich auf die anstehende Orchesterprobe mit dem Aargauer Symphonie Orchester vor. „Bilder einer Ausstellung“ des russischen Komponisten Modest Mussorgsky wird später auf dem Programm stehen. Dazu bilden die beiden Lieder „Kalinka“ und „Bajuschki, Baju“ eine geeignete Brücke um ins Thema einzuführen.

Endlich ist es dann so weit! Nach den Anfangstakten der „Promenade“ begrüsst der Chefdirigent Douglas Bostock persönlich die Kinder im grossen Saal. Zuerst werden die Instrumentengruppen des Orchesters vorgestellt. Dabei ernten die grossen Instrumente wie Kontrabass, Kontrafagott und Tuba einen besonders kräftigen Applaus. Als dann die Schlaginstrumente zusammen mit der Bassposaune „Just beat it“ spielen, sind auch die letzten Kinder vollauf begeistert.

Nun führt das „einzige Soloinstrument ohne Klang“, der Dirigent nämlich, durch die Bilder der Ausstellung. Auf kurzweilige Art erklärt er den Kindern die Musik. Da ist der Gnom, der böse Zwerg, sein bedrohliches Schleichen ist ganz deutlich aus der Musik herauszuhören. Die Kinder hören auch, wie er hinfällt und wieder aufsteht. Das alte Schloss ist von Nebel umhüllt. Musikalisch bringen das die Geigen, auf die Dämpfer gesetzt worden sind, zum Ausdruck. Ganz gruselig wird es dann im Zauberwald, wo die Hexe Babayaga in einer Hütte auf Hühnerbeinen wohnt. Sie sitzt oben auf dem Dach und späht nach Eindringlingen.

Mit viel Humor und Geschick führt Douglas Bostock die Kinder durch sieben Bilder. Und dann, ganz am Schluss, werden die beiden Lieder, die vorgängig geübt worden sind, gesungen: begleitet vom Aargauer Symphonie Orchester!

Beim Verlassen des Saales meint ein Schüler dann, es wäre doch schön, wenn wir jeden Tag mit Orchesterbegleitung singen könnten!

FLÜ