Leserbeitrag
Die Männerriege Erlinsbach SO genoss den Bergsommer.

Die Turnfahrt 2009 führte 27 Männerriegeler mit Partnerinnen in die Flumserberge.

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Turnusgemäss waren zur diesjährigen Turnfahrt der Männerriege Niedererlinsbach die Partnerinnen eingeladen. Auf dem Programm des eintägigen Anlasses stand die Erkundung der Flumserberge. Was Bucheli und die anderen Wetterpropheten in Aussicht gestellt hatten, wurde Wirklichkeit. Herrliches Wanderwetter mit uneingeschränktem Sonnenschein begleitete die Reiselustigen den ganzen Tag. Die vereinzelten roten Köpfe zeugten am Abend augenscheinlich davon.

Kurz vor 7 Uhr bestieg ein erster Teil der Gruppe in Erlinsbach SO den Bus Richtung Bahnhof Aarau, wo weitere Teilnehmende dazu stiessen. Pünktlich fuhr der Zug Richtung Zürich ab und in Lenzburg stiegen die letzten Männer und Frauen zu. Das war der Zeitpunkt, als Reiseleiter Ruedi die letzten Billete verteilen konnte und die 27 Schäfchen beisammen hatte. Die Idee, einen Ausflug zu machen, hatten viele andere Gruppen oder Vereine auch. Der Lärmpegel im Zug stieg an, anscheinend gab es viel zu erzählen, oder die Energie war noch im Überfluss da. Schon kurz nach der Abfahrt in Aarau machte sich bei einigen der erste Hunger bemerkbar, oder war es schon der zweite nach dem Morgenessen? Ein positiver Nebeneffekt des Griffs in den Rucksack war, dass dieser schon einige Gramm leichter wurde.

Via Zürich HB ging die Fahrt dem „Zürisee" entlang nach Ziegelbrücke. Dort hiess es zügig umsteigen, für die kurze letzte Etappe nach Unterterzen. Es war noch kühl draussen, obwohl die Uhr schon 9 Uhr zeigte und das änderte sich mit der Gondelfahrt auf den 1400m über Meer gelegenen Tannenboden gar nicht. Der teilweise recht steile Aufstieg auf den Maschenkamm (2020m) liess die Betriebstemperatur aber rasch ansteigen. Die „Gruppe gemütlich" verweilte noch auf dem Tannenboden und traf dann die „Gruppe Leistung" zum gemeinsamen Mittagessen auf dem höchsten Punkt des Ausfluges. Nachdem die Kräfte wieder aufgebaut waren, marschierten alle zusammen Richtung Seebenalp, wo die letzte Rast auf dem Programm stand. Je nach Lust hiess es Durst löschen oder sich ein Dessert genehmigen. Die Schlussetappe führte die immer noch muntere Gruppe hinunter zum Ausgangspunkt Tannenboden, wobei zur Linken eine herrliche Aussicht auf den Walensee geboten wurde. „Kommt, wir nehmen doch gleich die Gondel, dann haben wir unten noch Zeit für einen Trunk" - gesagt getan. Doch bei der Talstation dann die Unsicherheit: „Da fehlen doch noch welche?" Ein kurzes Telefon gab Klarheit, das restliche Sextett war unterwegs. Gemütlich zog die Truppe durch die Unterführung zum Bahnhof und erlebte eine ungewollte Überraschung: es fährt kein Zug, auch nicht nach Nirgendwo. Was war geschehen? Nur eine kleine Differenz bei der Interpretation des Fahrplanes - und schon hatten die Wanderer eine Stunde zur freien Verfügung gewonnen. Die wurde aber sofort für einen letzten Umtrunk und auch einen schnellen Jass genutzt.

Dass die Erlinsbacher nicht die Einzigen unterwegs waren, das erlebten sie auf der Fahrt von Unterterzen nach Zürich, als die Mehrheit einen Stehplatz geniessen durfte, nach der Tageswanderung nicht wirklich eine Wohltat. Aber der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Die Reise verlief dann ohne weitere Überraschungen und so trafen die Männer und Frauen nach etwas mehr als einem halben Tag Abwesenheit wohlbehalten wieder in Speuz ein. Die Turnfahrt hatte Abwechslung und Spass geboten und vor allem super Wetter. Der Organisator hatte mit seinem Programm ins Schwarze getroffen und die Männerriegeler sind schon gespannt, wohin die Reise nächstes Jahr führt.

Daniel Häfliger

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