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Die Dietiker Senioren Wanderer besuchten den Landesplattenberg in Engi

Anton Scheiwiller
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DSC06657.JPG Plattenhüttli am Plattenberg. Besammlungsort für die Führungen ist der 1997 erstellte Ausstellungs-Pavillon am Dorfausgang von Engi.
DSC06759.JPG Pius Muntwiler und Stollenführer Toni Zingg. Beide kennen sich aus früheren Zeiten.
DSC06666.JPG Alle wurde mit einem Schutzhelm ausgerüstet
DSC06697.JPG Der Weg führt uns am Schluss ins obere Stollensystem, welches die Einzigartigkeit des Landesplattenberges besonders eindrücklich beweist
DSC06701.JPG Orientierung im Stollen durch Toni Zingg
DSC06714-001.JPG Man konnte nur staunen.
DSC06717.JPG Der erste, der die Gelehrtenwelt auf den Fossilreichtum von Engi aufmerksam machte, war der Zürcher Naturforscher und Universalgelehrte Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733).
DSC06749.JPG Blick vom Landesplattenberg in das Sernftal
DSC06761.JPG Extrafahrt für die Dietiker Senioren Wanderer zur Seilbahn Matt Weissenberg
DSC06790.JPG Berggasthaus Edelwyss am Weissenberg mit Sonnenterasse
DSC06777.JPG Feiner Salateller
DSC06778.JPG Gemeinsames Mittagessen auf der Sonnenterasse Gruppe 1+2. Links Bruno Eymann Wanderleiter der Gruppe 2.
DSC06782.JPG Hausgemachtes Lasagne
DSC06800-001.JPG Info Tafel zum Geopark und dem UNESCO-Wetltnaturerbe

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Die erste Senioren-Wandergruppe mit 26 Personen führte Kurt Kubli direkt zur Haltestelle Plattenberg im Sernftal. Die zweite Wandergruppe mit 20 Personen, geleitet von Bruno Eymann, verreiste etwas später und fuhr direkt zum Berggasthof Edelwyss nach Weissenberg.

Die erste Wandergruppe wurde in Engi vom Stollenführer, Toni Zingg, begrüsst. Nach einem kurzen Aufstieg zum Plattenhüttli erklärte er dort die wirtschaftliche Bedeutung für Engi. In seinen Ausführungen ging er auch auf die Geschichte des ehemaligen Schieferbergwerks Landesplattenberg ob Engi ein. Mit seinen seit beinahe 300 Jahren bekannten Versteinerungen wurde es erstmals 1565 urkundlich erwähnt. Im 17. Jahrhundert war der Plattenberg eine bedeutende Einkommensquelle für das Land Glarus und für das Dorf Engi. Schieferprodukte wurden fast in die ganze Welt exportiert. Der Landesplattenberg war aber auch immer wieder Gegenstand geologisch-paläontologischer Arbeiten. Zahlreiche berühmte Forscher haben sich mit den versteinerten Fischen und Vögeln beschäftigt.

Für viele sah der Alltag am Plattenberg aber ganz anders aus. Die Arbeiter am Plattenberg arbeiteten zu kleinen Löhnen meist sechs Tage die Woche, litten oft an Lungenkrankheiten und starben früh. Seit 1994 wird der Landesplattenberg von einer steigenden Zahl von Leuten aus nah und fern besucht. Im Jahre 2007 waren es 8'000 Personen, die im Landesplattenberg an einer Führung oder bei einem Konzert teilnahmen. Sie erlebten die besondere Faszination der wunderbar beleuchteten Kreuzgänge, Spitzbögen und Kathedralen aus schwarzem Schiefer. Am Schluss gab es noch einen Film über die Geschichte des Bauwerkes und man konnte den grossen Schatz, die Versteinerungen, bestaunen. Es war ein eindrückliches Erlebnis für alle Wanderer und mit einem herzlichen Dank wurde Toni Zingg verabschiedet.

Nach der Besichtigung fuhren die Wanderer mit einem Extrabus zur Talstation der Luftseilbahn Matt-Weissenberg. Auf dem Weissenberg im Berggasthof Edelwyss trafen sie auf die zweite Gruppe und man konnte gemeinsam ein feines Essen und die herrliche Bergwelt geniessen.

Mit dem „Schulbus“ fuhren alle gemeinsam mit einer Extrafahrt nach Schwanden und kehrten mit vielen schönen Erinnerungen nach Hause. Den beiden Führern ein herzliches danke schön.

Die nächste Wanderung ist am 27.August 2013 und führt auf den Lindenberg vorbei am Schloss Heidegg und Baldeggersee.

Dietikon, 21. August 2013 Anton Scheiwiller Dietikon

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