Leserbeitrag
Der katholische Kirchenchor im Bayrischen Wald

Werner Glauser
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Am Samstagmorgen um 06.00 Uhr begann die Reise für die Fünfzig Teilnehmer (Kirchenchörler und teilweise Anhang) via Passau nach Vorderschmiding.

Von unseren 5 Hostessen „als Flugzeugcrew eingekleidet“ wurden wir während der langen Fahrt verwöhnt und mit Kaffee,Gipfeli, Spielen etc. kurzweilig unterhalten.

Schon am ersten Abend hatten wir zusammen mit dem Kirchenchor von Hinterschmiding eine Probe in der Kirche. Alle waren gespannt, wie diese Bayern die Toggenburger-Messe erarbeitet hatten. Ob das wohl zusammenpassen werde?

Anstelle der Hackbrett-Begleitung wurde dann am Sonntag unter der Leitung des ortansässigen Chorleiters, Alois Seidl, die Messe von den beiden Chören gemeinsam gesungen. Die Hackbrettstimme wurde von unserem Dirigenten Robert Flury auf dem E-Piano gespielt, Susanne Baumgartner übernahm die Orgelbegleitung. Dem Applaus, am Schluss der Messe zu entnehmen, hörte sich das doch gut an.

Der Bayrische Abend, zusammen mit dem Kirchenchor Hinterschiding, sorgte dann für gute Unterhaltung. Max Ochsenbein, unser ältestes Chormitglied hatte eine Schnitzelbank einstudiert, die fand grossen Anklang, auch bei den Bayern. Bei Spiel, Gesang und Tanz endete der Abend zur späten Stunde.

Am Montag wurde dann eine der ältesten Glashütte in Frauenau besucht. Am Nachmittag besichtigten wir die Dampfbrauerei in Zwisel. Bei schönstem Wetter konnten das Bayrische Bier zur Brotzeit genossen werden.

Am nächsten Tag besuchten wir Passau. Die einen folgten der Stadtführung mit Dombesichtigung, andere gingen den vielen Läden nach und wieder andere genossen den Schatten in einem Biergarten. Am frühen Nachmittag ging‘s an Bord des Kristallschiffes auf eine 2-stündige Donauschifffahrt.

Alle waren erstaunt, dass sich Passau schon wieder „normal“ zeigte nach dem Jahrhundert-Hochwasser vor einem Monat.

Am Mittwoch ging die Fahrt zum Hausberg im bayrischen Wald, dem „Arber“.

Wanderung auf den Berg für die einen, Gondelfahrt für die anderen, teilweise mit Rundwanderung auf dem Berg. Mit Sicht gegen Osten präsentierte sich der Böhmische Wald, der schon zu Tschechien gehört.

Am Abend wurde dann nochmals gemeinsam gefeiert. Verschiedene amüsante Vorträge mit Rückblick auf frühere Reisen weckten schöne Erinnerungen. Unser Dirigent, Robert Flury und Samuel Furrer begleiteten den Abend musikalisch.

Donnerstag; Es musste früh für die Rückreise gepackt werden. Der Bürgermeister, Herr Heinrich Lenz, hatte am Samstagabend die ganze Gesellschaft eingeladen. Das Rathaus in Hinterschmiding mussten unbedingt noch besucht werden. Es hat sich gelohnt, ein wunderschön restauriertes Bauernhaus, umgewandelt in das Rathaus mit Büros, Sitzungszimmer, Trauzimmer, Archiv und weiteren Räumlichkeiten. Bevor der Car bestiegen wurde durften alle mit einem kleinen, spendierten Fläschchen „Baumwurz“ - die Bayern nennen es Medizin - anstossen, auch mit der Einladung eines Gegenbesuches unsererseits verbunden.

Nach der Rückfahrt mit unserer „Flugzeugcrew“ trafen wir am Abend im heimischen Solothurn ein, mit der Gewissheit eine einmalig schöne Vereinsreise genossen zu haben.

Aeschi, 25.07.2013 / Werner Glauser