Leserbeitrag
Der Frauenturnverein Staufen im Engadin

Corinne Bohler
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Patrizia Scholtysik

Eine beachtliche Anzahl Turnerinnen besammelte sich am Samstag, 25. August früh morgens am Bahnhof Lenzburg. Kurz vor sechs Uhr starteten wir zu unserer zweitägigen Vereinsreise.

Die Wetterprognosen waren nicht gerade vielversprechend und man stellte sich auf regnerische Tage ein. Während der Bahnreise sah man aber immer wieder kleine Lücken in der Wolkendecke, die auf trockenes Wetter hoffen liessen.

Nach der kurzweiligen Fahrt kamen wir schon kurz vor acht Uhr in Chur an. Die 63 Kilometer lange und spektakuläre Albulalinie mit den vielen Brücken und Tunnels brachte uns an unseren Zielort Pontresina.

Da keine Regenwolken in Sicht waren, gönnten wir uns zuerst einen vom Verein spendierten Kaffee, bevor wir uns ins Roseggtal aufmachten. Eine kleine Gruppe entschied sich, mit dem Pferdeomnibus zu fahren, die anderen machten sich zu Fuss auf den Weg. Erfreulicherweise lockerten die Wolken immer mehr auf und liessen die Sonne durch. Wer hätte gedacht, dass wir noch so ins Schwitzen kommen. Nach der zweistündigen Wanderung und einem längeren Picknickhalt kamen wir im Roseggtal an und hatten einen wunderbaren Blick auf den Rosegg-Gletscher. Dem herrlichen Dessertbuffet im Restaurant konnten wir nicht widerstehen und so verbrachten wir eine gemütliche Zeit mit Kaffee und Kuchen in der Gartenwirtschaft. Schon bald machten sich die Wanderer wieder auf den Weg zurück Richtung Pontresina. Die Restlichen fuhren eine Stunde später mit dem Pferdeomnibus zum Bahnhof. Erst jetzt setzte etwas Regen ein. Das konnte uns aber egal sein, da wir nun mit dem Zug nach Bever fuhren und somit im Trockenen waren.

In der Pension Korsonek in Bever wurden wir freundlich empfangen. Nach einer kurzen Aufregung betreffend Zimmerbezug und einer entspannenden Dusche servierte man uns ein herrliches Nachtessen. Auch wenn alle schon sehr früh aufstehen mussten, wurden ein paar wenige einfach nicht richtig müde. In der Hausordnung wird aber darauf hingewiesen, dass um 22.00 Uhr Zimmerruhe ist. Jetzt gab es nichts mehr zu rütteln. Man begab sich zum Schlafen. Auch wenn nicht sofort Ruhe einkehrte, wurde es doch bald einmal still im Haus.

Der Wetterbericht für den Sonntag war nicht eindeutig. Als wir nach dem Frühstück wiederum Richtung Bahnhof Bever marschierten, hatte es viele Wolken und die Temperaturen waren im kühlen Bereich. Wieder sah man aber, dass sich die Wolken auflockerten. In Punt Muragl teilte sich die Gruppe auf. Eine kleine Anzahl marschierte nach Pontresina. Sie planten später mit dem Sessellift auf unser Etappenziel, die Alp Languard zu fahren.

Die grössere Schar fuhr mit der Standseilbahn nach Muottas Murag, wol auf 2453 m. ü. M. Gleich wurde losgewandert wurde. Der herrliche Höhenweg via unterer Schafberg nach Alp Languard wurde unter die Füsse genommen. Nach einer Stunde Wanderzeit trennten wir uns von zwei Turnerinnen. Diese beschlossen, den Umweg über die Segantinihütte zu machen. Wieder meinte es der Petrus gut mit uns. Die Sonne drückte immer mehr durch und schenkte uns eine herrliche Aussicht Richtung Oberengadiner Seen. Jeder in einem anderen Blau. Im Beizli vom unteren Schafberg gönnten wir uns eine Stärkung, bevor wir noch die letzte Etappe mit einem Aufstieg in Angriff nahmen.

Nach dem Etappenziel auf der Alp Languard verpflegten sich einige aus dem Rucksack. Die anderen assen im Restaurant etwas Feines. Danach trafen wir uns alle wieder zum Dessert. Plötzlich kam ein unangenehmer frischer Wind auf und brachte Wolken mit. Die Abfahrt mit dem Sessellift nach Pontresina war sehr windig und kalt. Jetzt waren wir froh um jedes Kleidungsstück und die Kapuzen an den Jacken.

Unten in Pontresina schien aber schon wieder die Sonne und der Wind flachte etwas ab. Nach einem kurzen Bummel durchs Dorf stiegen wir schon bald wieder in den Zug ein. Die lange Rückreise via Vereinatunnel, Landquart und Zürich war kurzweilig und lustig. Etwas müde, aber ohne Zwischenfälle kamen wir alle wieder gesund in Lenzburg an.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Reiseleiterin Dorli Fehlmann, die alles perfekt organisiert hatte und für das gute Gelingen dieser Reise verantwortlich war.

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