Leserbeitrag
CVP Laufenburg und Sulz stellt Kandidaten vor

Bewährtes Trio für den Gemeinderat

Marcel Siegrist
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Kürzlich konnte Edwin Rüede, Präsident der CVP-Ortspartei Sulz, eine Gruppe von CVP-Mitgliedern und -Sympathisanten in der Waldhütte Laufenburg begrüssen, die der Einla-dung der beiden Ortsparteien im Vorfeld der Gemeinderatswahlen und der Fusion Laufen-burg/Sulz gefolgt waren.

Mit Blick auf die weiteren Gemeindefusionen im Bezirk Laufenburg sprach Alice Liechti-Wagner, Präsidentin der CVP-Bezirkspartei, von Pionierarbeit, die geleistet werde, welche auch zahlreiche Veränderungen mit sich bringe und für die Bevölkerung ein Umgewöhnen nötig mache. Besonders wichtig scheine ihr bei den anstehenden Veränderungen, dass sorgsam vorgegangen werde und Zweifel, vielleicht sogar Ängste des Einzelnen ernst ge-nommen würden.

Anschliessend gab Alice Liechti-Wagner ihrer Freude darüber Ausdruck, dass sie an die-sem Abend die schöne Aufgabe habe, den Anwesenden die drei CVP-Gemeinderatskandidaten Rudolf Lüscher, Herbert Weiss und Carlo Alfano präsentieren zu dürfen.

Gemeinsam bringen die drei Kandidaten, von denen Rudolf Lüscher zugleich auch als Stadtammann und Herbert Weiss als Vizeammann kandidieren, 38 Jahre Gemeinderatser-fahrung mit. Als Hauptmotivationsgrund für eine erneute Bewerbung nannten alle drei die Begleitung der Umsetzung des Gemeindezusammenschlusses und wiesen dabei auch auf die sehr gute Zusammenarbeit der Gemeinderäte Laufenburg und Sulz während der Vor-bereitungszeit hin. Die Kandidaten sind überzeugt davon, dass der Zusammenschluss ei-ne sehr gute Sache ist.
Rudolf Lüscher bezeichnete die Bürger als offen und zukunftsorientiert, Herbert Weiss ist es wichtig, dass Befürworter und Gegner auch in Zukunft ernst genommen werden, und Carlo Alfano wünscht sich Mithilfe und Verständnis von allen Beteiligten bei der Umset-zung, denn die neue Gemeinde werde ab 01.01.2010 nicht „auf Knopfdruck" in allen Be-reichen funktionieren. Seiner Ansicht nach ist es das Wichtigste, den Überblick zu behal-ten, und dabei seien Kontinuität und Sicherheit im Gemeinderat wie auch in der Verwal-tung von zentraler Bedeutung.

Auf die Frage der Bezirksparteipräsidentin, wie die Kandidaten die Zukunft der Altstadt Laufenburg sähen, äusserte sich Carlo Alfano, dass er die kürzlich erschienenen Presse-berichte über leerstehende Häuser und lärmgeplagte Bewohner als zu einseitig empfun-den hätte. Er wies darauf hin, dass in der Altstadt schon sehr viel realisiert worden sei, Liegenschaften saniert wurden und man dabei sei, die Bau- und Nutzungsordnung zu ü-berarbeiten sowie einen Leitfaden für interessierte Bauherren zur Verfügung zu stellen, der das Bauen in der Altstadt verständlicher machen und die Möglichkeiten aufzeigen soll. Die Ansiedlung von KMUs mit ihren Bedürfnissen in der Altstadt wird aufgrund deren Konstellation eher unwahrscheinlich sein. Das Augenmerk sollte deshalb auf eine gute Wohnqualität und Lokalitäten für Dienstleistungsbetriebe gerichtet werden. Da die Heraus-forderungen im Ortsteil Sulz ganz andere seien, ist es für Carlo Alfano wichtig, dass sich verantwortliche Kommissionen zukünftig aus Personen beider Ortsteile zusammensetzen.

Für Herbert Weiss hatte es in den letzten Jahren in Laufenburg einen Stillstand gegeben. Es sei wichtig, dass mit verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen Leben in die Alt-stadt komme; Stadtbewohner müssten sich bewusst sein, dass es dabei zu gewissen Lärmemissionen kommen könne, die aber zeitlich immer begrenzt seien.

Rudolf Lüscher teilte die Meinung seiner beiden Mitbewerber und findet es u. a. auch des-halb wichtig, dass sie als Trio im Gemeinderat der neuen Gemeinde weiterarbeiten könn-ten.

Auf die Frage nach den Ressourcen antworteten Rudolf Lüscher und Carlo Alfano, dass beide Ortsteile ihre Stärken hätten: In Sulz kämen dabei dem Sport und Veranstaltungen verschiedenster Art grosse Bedeutung zu und das starke Sulzer Gewerbe bilde eine gute Ergänzung zu jenem in Laufenburg.
Herbert Weiss unterstützte diese Ansicht und ergänzte, dass im Vorfeld des Zusammen-schlusses diese Stärken so gut als möglich herausgeschält worden seien. Dennoch wün-sche er sich zukünftig keinen „Einheitsbrei", sondern dass beide Ortsteile bei aller Ge-meinsamkeit ihre Eigenheiten bewahren können.

Alice Liechti-Wagner gratulierte den drei Kandidaten zu ihrem Mut, die neue Aufgabe und Herausforderung annehmen zu wollen, und wünschte ihnen für den bevorstehenden Wahlkampf alles Gute.

Als Präsident der Ortspartei Laufenburg erklärte Carlo Alfano, dass sich die Vorstände der beiden Ortsparteien in gemeinsamen Sitzungen mit eingehenden Diskussionen Gedanken über die Zukunft gemacht und beschlossen hätten, sich per 01.01.2010 zu einer Ortspartei Laufenburg zusammenzuschliessen. Der Zusammenschluss beider Ortsparteien zur neu-en CVP-Ortspartei Laufenburg fand einhellige Zustimmung unter den Anwesenden. Die Organisation befinde sich in der Planungsphase, wobei man sich für den Personenkreis des Vorstandes eine paritätische Zusammensetzung wünsche.

Edwin Rüede dankte Alice Liechti-Wagner als „Taufpatin" der Fusion der beiden Ortspar-teien mit einem kleinen Präsent.

Im Anschluss entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit Fragen und Anliegen von Anwesenden an die Gemeinderatskandidaten, und zu fortgeschrittener Stunde konnten Edwin Rüede und Carlo Alfano dann zum gemütlichen Teil mit einem kleinen Imbiss über-leiten, der an diesem schönen Spätsommerabend gerne für weitere Gespräche und den Meinungsaustausch genützt wurde. (mwi)

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