Leserbeitrag
Büne's Nachtschattengewächse

Büne Huber und sein Meccano Destructif Commando spielten in der randvollen Kofmehlhalle

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Zwischendurch erzählte Büne Huber Geschichten - und als ein junger Mann mitten in einer Geschichte sein Handy zückte und zu telefonieren begann, war es vorbei mit Büne's Ruhe - er machte eine Pause und bat den Mann, den Saal zu verlassen.
Dann aber standen wieder die Songs im Mittelpunkt. Songs wie "Juanita La Luna", "Honigmelonemond", "Apollo 11", "Seemanns Wärmuet" oder "Wysses Papier" - und nicht wie gewohnt "V. Nuss vo Bümpliz", "Fischer" oder "Bälpmoos".
Sogar Udo Lindenbergs "Astronaut" wird gecovert. Das Quartett auf der Bühne strotzt vor Facettenreichtum, ruhige Momente wechseln sich ab mit wilden, groovenden Stücken. Büne Huber lässt die Hits bei Seite, hält durch - bis zur zweiten Zugabe, als er plötzlich Erbarmen mit dem Publikum zeigt und "Scharlachrot" anstimmt.
Schlussendlich machen Büne und seine Multiinstrumentalisten Andi Hug, Diesel Gmünder und Wolfgang Zwiauer alle glücklich: Die alten, Vollblut-Patent Ochsner-Liebhaber, für welche Büne Huber alte, verstaubte & vergessen geglaubte Songperlen auferstehen liess, und auch die Handvoll Leute, die zwei Stunden vergebens auf "W. Nuss" wartete - schlussendlich aber bei "Scharlachrot" aus voller Brust mitsingen konnte.

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