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«Bruder Martin» geht in den Ruhestand

Ilona Scherer
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Martin Burger wird pensioniert Martin Burger vor der Propstei Wislikofen, wo er 25 Jahre lang angestellt war.

Martin Burger wird pensioniert Martin Burger vor der Propstei Wislikofen, wo er 25 Jahre lang angestellt war.

25 Jahre lang war der Freienwiler Martin Burger die gute Seele der Propstei Wislikofen. Ende Mai wird er dort als Hauswart pensioniert – und freut sich auf ausgedehnte Velotouren und aufs Holzen.

Martin Burger kennt die Propstei wie seine Westentasche. Hier hat er schliesslich am 9. Juli 1977 seine Frau Rosa geheiratet. «Damals hätte ich jedoch nicht gedacht, dass ich elf Jahre später hier angestellt werde», sagt der Freienwiler. Der gelernte Heizungs- und Sanitärmonteur bewarb sich 1988 auf ein Inserat als Hauswart im ehemaligen Benediktinerkloster, das 1976 als Seminarhotel und Bildungshaus der römisch-katholischen Landeskirche im Kanton Aargau wiedereröffnet worden war.

25 Jahre lang erledigte er zuverlässig und komptent seine vielseitigen Aufgaben: Umgebungsarbeiten, Unterhalt im Gebäudeinnern, Reparaturen, Blumerei, das Herrichten der Gruppenräume für Tagungsgäste. Auch ausserhalb der Propstei wird seine unkomplizierte Art geschätzt. Deshalb erhielt Burger im «Täli» bald einmal den Spitzname «Bruder Martin».

Sechs Vorgesetzte hat der Freienwiler in den 25 Jahren erlebt. Die Geschäftsphilosophie änderte sich so manches Mal, Burger aber blieb und passte sich an. Stammgäste wissen zu schätzen, dass er ihre Bedürfnisse kennt und die Seminarräume schon vor der Ankunft genau nach ihren Wünschen bereit stehen. «In letzter Zeit bekomme ich ab und zu eine Flasche Wein oder Schokolade von Gästen geschenkt, die ich wohl künftig nicht mehr sehe», freut sich Burger. Bis Ende Mai arbeitet er seinen Nachfolger ein.

Ab 1. Juni kommt dann die AHV aufs Konto. Der zweifache Vater freut sich auf den neuen Lebensabschnitt. «Am meisten auf schöne Velotouren in den Frühlingstagen und auf die Holzerei», sagt der ehemalige Strassen-Rennfahrer. Einen Einachser mit Jahrgang 1951 möchte er ebenfalls «zwäg» machen und damit am einen oder andern Oldtimer-Treffen teilnehmen. Auch Ausflüge mit seiner Frau stehen auf dem Programm.

Und natürlich wird Martin Burger weiter politisieren: Als derzeit einziger «Ur-Freienwiler» will der Vizeammann die Ortsbürger im Gemeinderat vertreten, wo er unter anderem für Wasserversorgung, Forstwirtschaft und Friedhof zuständig ist. Im September kandidiert er für eine weitere Amtsperiode. Um dann 2017, so hofft er, auch in der Politik sein Werk einem Nachfolger zu übergeben.

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