Leserbeitrag
Bilder voller Harmonie

Ruth und Werner Wälchli stellen in der Alten Mühle Würenlos aus.

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Einem langen Künstlerleben begegnen Besucher und Besucherinnen bei der gegenwärtigen Ausstellung von Ruth und Werner Wälchli in der Galerie zur Alten Mühle in Würenlos. Seit über 60 Jahre arbeiten die beiden miteinander verheirateten Künstler an ihrem Lebenswerk. Am 9. Mai durften sie eine erneute Ausstellung mit klassischen Motiven wie Landschaften, Stilleben und Portraits in ihrer Lieblingsgalerie eröffnen.

Ruth und Werner Wälchli haben sich in Paris in einer Zeit, da der Kubismus von Picasso und Braque uwm. „Mode" war kennen gelernt. Trotz aller Strömungen und einem langen Künstlerleben sind sie ihrem traditionellen Malstil treu geblieben. Dies nicht ohne, dass eine künstlerische Entwicklung in ihren Arbeiten erkennbar wäre. In ihren Werken steckt eine grosse Leidenschaft und Ausstrahlungskraft. In ihre Landschaften und Stilleben projizieren sie ihr eigene Interpretationen. Sie halten fest an der Leuchtkraft der Farben und an der eigenen Bildarchitektur. Vorbilder sind ihre Lehrer an der Zürcher Kunstgewerbeschule wie Ernst Gubler, Heinrich Müller und uwm. Auf den ersten Blick sind die Motivwahl und die Farben der beiden Künstler schwer voneinander zu unterscheiden. Ja, man muss genau hinschauen, um die Unterschiede zu erkennen. Sie malen in ihren eigenen Ateliers getrennt, weshalb auch keine Synchronarbeit entsteht.

In den Werken von Ruth Wälchli ist eine Melancholie erkennbar. Sie lässt sich vom Duft der Farbe in einem Stilleben leiten wie auch vom Licht der Landschaft aus Griechenland oder Italien. Ab und zu wagt sie sich auch in die Abstraktion, was in einem Stilleben mit Spörri-Figur deutlich zum Ausdruck kommt.
Werner Wälchli malt streng strukturiert und rational. Seine Stilleben unterliegen einer klaren Ordnung. Am Eindrücklichsten ist das in seiner neusten Landschaft aus dem Davoser Sertigtal, wo die beiden Künstler jahrelang ihre Sommerferien verbracht haben. Der Galeriebesucher wird schon beim Betreten der Galerie auf dieses grosse Bild aufmerksam. (km)

Die Ausstellung dauert noch bis Pfingstsonntag, 31. Mai (Finissage 13 bis 17 Uhr) und ist wie folgt geöffnet: Do 18 bis 21 Uhr, Sa 14 bis 17 Uhr und So 13 bis 17 Uhr.

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