Leserbeitrag
Bilder in Mischtechnik und Fotografien von zwei Nachbarn

Barbara Danz
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23 Bilder in Mischtechnik von Susanne Aeschbacher-Bähler und 18 Fotografien von Thomas Schneider sind aktuell im Museum Attiswil zu bestaunen. Die beiden Nachbarn, wohnhaft im selben Haus in Attiswil, leben sich in zwei unterschiedlichen Arten kreativ aus, treffen sich aber in der Ausstellung in den selben Motiven: Mensch und Natur.

Susanne Aeschbacher-Bähler und Thomas Schneider, beide verheiratet, pensioniert und wohnhaft seit rund zwei Jahren in unterschiedlichen Stockwerken im Neubau an der Beundenstrasse in Attiswil, kamen eines Tages ins Gespräch. Sie unterhielten sich über ihre Leidenschaften, das Fotografieren und die Malerei und sie sagte zu ihm: «Wir könnten doch zusammen ausstellen.» Gesagt, getan, setzten die beiden die Idee in die Tat um. «Hier wohnen, hier ausstellen – das war naheliegend», erzählt Susanne Aeschbacher-Bähler. Sie wählten gemeinsam das Thema Mensch und Natur und bestimmten völlig unabhängig voneinander die Motive für die Ausstellung. Für die 65-Jährige ist es bereits die dritte im Museum Attiswil, für Thomas Schneider die erste im Dorf und die zweite insgesamt.

Schnee-Eule, Grenchenberg, Engel

Er, der früher im Rechnungswesen einer Bauunternehmung tätig war, verschrieb sich vor 15 Jahren hobbymässig der Fotografie. Seine Anfänge machte er mit einer geschenkten Taschenkamera, mit der er zu Beginn so gar nichts anfangen konnte. Auf einer Wanderung in der Region Lauterbrunnen / Wengernalp drückte er erstmals den Auslöser, obwohl er im Monitor wegen der blendenden Sonne nichts sehen konnte. Es entstand auf gut Glück ein wunderschönes Bild. Seither besuchte er viele Fotokurse, sei es bei der Migros Klubschule, der Volkshochschule oder bei Profifotografen. Der 73-Jährige stellte mit der Zeit fest, dass er selber seine Erfahrungen sammeln muss: «Gestalterisch gibt es keine allgemein gültigen Regeln.»

Heute ist er im Besitz einer guten Kamera, die er mit ein paar teureren Objektiven kombiniert. «Tiere faszinieren mich, sind aber auch zeitintensiv zum Fotografieren», berichtet er. Bis er beispielsweise im Zoo von einem Gorilla oder einer Schnee-Eule das perfekte Bild schoss, benötigte er viele Versuche. Diesen Prozess bezeichnet er als spannend. Nebst den beiden Tieren zeigt er im Museum weitere interessante Sujets, unter anderem: Model, Engel, Libelle, Grenchenberg, Verenaschlucht, Verzasca bei Lavertezzo, Luftwirbel, Spiegelungen.

Weiss absolut faszinierend

Susanne Aeschbacher-Bähler ist seit 1994 künstlerisch tätig, hat vieles ausprobiert und sich weitergebildet. «2016 malte ich nicht, weil ich schon so viele Bilder habe», erzählt sie. Für die Ausstellung nahm sie nun den Pinsel wieder in die Hand. Einige ihrer Acrylbilder sind in Blau gehalten. Diese Farbe mochte sie schon immer. Neu malte sie nun aber vor allem weisse Bilder, die sie mit den blauen im Museum Attiswil kombiniert. «Weiss ist für mich absolut faszinierend, zieht mich an und ich werde damit noch weiterfahren», berichtet sie.

Sie malt mehrheitlich abstrakt und ohne grosse Vorstellungen im Vornherein. Abzeichnen funktioniert bei ihr nicht. «Ich lasse dies heute zu, sonst bin ich blockiert», erklärt sie. In ihren Bildern verarbeitet sie unterschiedliches Material, wodurch Strukturen entstehen. Die Bilder tragen Namen wie Schwan, Blume, roter Kreis, Mittelpunkt, Leichtigkeit, Rostbild, Vintage, Schriftzug, Türkis oder Flügelschlag.

Susanne Aeschbacher-Bähler und Thomas Schneider freuen sich über die sehr schöne Atmosphäre im Museum Attiswil. Sie sind sich einig: «Die Bilder und Fotografien kommen gut zur Geltung.» Die Ausstellung ist noch folgendermassen geöffnet: Samstag, 14. und Sonntag, 15. Oktober 2017, jeweils 14.00 –17.00 Uhr, im Musem Attiswil an der Dorfstrasse 5. Die beiden Künstler freuen sich über regen Besuch.

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