Leserbeitrag
Besuch des Legionärspfads in Vindonissa

Fabienne Schmid
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Legionärspfad Titus Meier.jpg

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Zum dritten Anlass in diesem Jahr konnte Präsident Hans Ulrich Fischer wiederum rund 30 Seniorinnen und Senioren, wobei der älteste Teilnehmer das 90. Lebensjahr überschritten hatte, willkommen heissen für ein Doppelprogramm mit anschliessen- dem Imbiss in der Offiziersmesse der vor 2000 Jahren in Vindonissa stationierten römischen Legionen.

Angeregt vom ehemaligen Ständerat und Regierungsrat Thomas Pfisterer, welcher die wichtigsten und interessantesten Örtlichkeiten des „Legionärspfades“ kenntnisreich gleich selber begleitete, wurden wir zurückgeführt in eine Zeit, in der die Schweiz noch viele Jahrhunderte keine eigene Nation war und die Errungenschaften und die kulturelle Stufe der Römer nach dem Zerfall ihres Reiches und ihres Rückzuges aus unseren Gefilden von der damals hiesigen Bevölkerung nicht übernommen werden konnte. Erst Jahrhunderte später wurden die noch vorhandenen Überreste der zahlreichen Gutshöfe, Städte und Kasernen, soweit diese noch vorhanden waren und nicht zu anderen Zwecken verwendet wurden, wieder gefunden, ausgegraben und soweit möglich wieder hergestellt zum Zweck weltgeschichtlicher Studien. Es muss demzufolge heute erkannt werden, dass hier eine fremde, hochentwickelte Kultur gelebt hat, welche den einheimischen Völkern weit voraus war, deren Errungenschaften und technischen Kenntnisse nicht übernommen werden konnten.

Wer die weitläufige Anlage mit den wichtigsten Grabungsstätten nicht oder nur teilweise zu begehen vermochte, konnte sich der kundigen Führung von Grossrat Titus Meier anschliessen, der seinen faszinierten Zuhörerinnen und Zuhörern das Kasernenleben der damaligen Zeit erläuterte. Zum Abschluss der Besichtigungen führte Barbara Stüssi-Lauterburg die FDP Senioren und Seniorinnen in der Klosterkirche mit habsburgischen Wurzeln, wo sie der Gruppe die weltberühmten Glasmalereien näher gebracht hat. Zum Abschluss des Anlasses wurde der Rückblick auf die Vergangenheit mit ihrem wichtigen geschichtlichen Hintergrund in der nach römischem Vorbild nachgebauten Offiziersmesse der Legionäre fortgesetzt mit einem mehr als frugalen Imbiss und damit der Genugtuung und Gewissheit, dass auch wir unterdessen unsere Entwicklung zu Höhepunkten gebracht haben.

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