Leserbeitrag
Besichtigung des Täufermuseums in Schleitheim (SH)

Andrea Giger
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(A. Burckhardt) Im Rahmen der Angebote für Erwachsene in der Ev.-ref. Kirchgemeinde Möhlin fuhr eine kleine, aber sehr motivierte Gruppe unter der kundigen Leitung von Pfr. Beat Laffer in den Kanton Schaffhausen, wo zuerst ein Halt im Restaurant „Gemeindehaus“ in Merishausen mit einem feinen Mittagessen gemacht wurde.

Der ursprünglich geplante „Täuferweg“ von Merishausen nach Schleiheim, der zu Fuss circa drei Stunden erfordert hätte, konnte aus Zeitgründen leider nicht absolviert werden, sondern die Fahrt ging per Auto direkt nach Schleitheim, das eigentliche Ziel des Tagesausflugs, wo das Täufermuseum im Zentrum des Besuchs stand.

Dort empfing der für das Museum zuständige Herr Bächtold die interessierte Besuchergruppe und führte sie mit seinen lebendigen Ausführungen durch die Ausstellung.

Besonders eindrücklich waren sehr alte Schriften, insbesondere eines der wenigen Druckexemplar des „Schleitheimer Bekenntnisses“, das 1527 vom Benediktinermönch Michael Sattler zusammen mit weiteren Täuferführern verfasst worden war. - Aber es gab auch viel Anderes zu sehen, so z.B. Landkarten, die zeigten, wo im Kanton Schaffhausen die Täufer vor allem ansässig waren – oft versteckt und in Lebensgefahr. - Auch wurde gezeigt, wohin die Täufer auswanderten, so z.B. In die USA, nach Canada aber auch nach Mähren.

Die Zeit reichte auch noch für einen kurzen Durchgang durch die andern Räume des Museums, wo unter Anderem die Geschichte des legendären „Schleitheimertrams“ in Wort und Bild aufgezeichnet war sowie viele Exponate der örtlichen und regionalen landwirtschaftlichen und gewerblichen Arbeitswelt.

Natürlich durfte zum Schluss auch nicht ein Besuch der grossen, in mehreren Zeit-Epochen erbauten Kirche fehlen mit einer wunderschönen Farbscheibe im Chor, welche die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu Christi darstellt.

Ein grosser Dank gebührt ausser Herrn Bächtold auch Pfr. Laffer für diesen sehr sorgfältig vorbereiteten und durchgeführten Ausflug, und ihm und Wolfgang Seiring zusätzlich, dass sie alle Mitreisenden wohlbehalten dorthin und wieder zurückgebrachten!

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