Leserbeitrag
Auffahrtstour des SACCC Rheinsulz

Randen – Schaffhausen – Biketour

Marcel Siegrist
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12 Biker aus dem Fricktal trafen sich am Auffahrtsdonnerstag zur 18. Biketour des SACCC.
Die Teilnehmer : Werni Schraner, Vik Schraner, Vik Obrist, Robi Weiss, Roli Keller, Franziska, Walti Schlegel, Rainer Müller, Tscheibi Winter, Roger Näf, Richi Lütold, Tourguide Rodi Ammann und Mädchen für „fast Alles" und Begleiterin mit dem Auto Michèle Obrist.
Der erste Tag stand ganz klar unter dem Motto: „Regenkleider gegen Schwimmhäute", goss es doch heute nur einmal vom Himmel. Die Tour führte uns zuerst dem Rhein entlang auf dem Radweg nach Waldshut. Von dort tauchten wir in die alemanischen Wälder ein. Auf tiefen, ausgeschwemmten Pfaden kämpfte sich die Gruppe via Reinwald nach Küssaburg. Weiter ging es über Wannenberg ins Klettgau hinein bis nach Osterfingen. Dort wurden wir im Weingut Lindenhof bei einheimischem Wein verköstigt und gestärkt. Unsere Schlafstellen, in bis zu 200 Jahre alten Weinfässern, in der Rüedi - Schüur in Trasadingen und das Abendessen in einer finnischen Grillkota liessen den ersten Tag würdig ausklingen. Pepino wird uns sicher nicht so schnell vergessen.
Nach einer kurzen Nacht in unsern Schlafsäcken starteten wir bei kühlem Wetter in unsern zweiten Tag hinein. Auf anspruchsvollen Singletrails über nassen Wurzeln und Steinen fuhren wir über Rossberg nach Neuhausen und anschliessend nach Schaffhausen. Die reissenden Wassermassen des Rheinfalls waren wirklich imposant. Es gab sogar welche, die mit bald 50 Jahren staunend wie kleine Kinder zum ersten Mal am Rheinfall standen. Ueber Buchberg und Büssingen erreichten wir müde unsern Mittagshalt in Hemishofen. Zu erwähnen wäre noch der Zwischenstop im Paradis. „Miss Schaffhausen" wird sich sicher noch lange an unsere legendären Schnupfsprüche erinnern. Zurück in Schaffhausen logierten wir im Schlösschen „Belair", einer Jugendherberge die im 16. Jahrhundert erbaut wurde und nunmehr seit 50 Jahren als Jugi dient. Die einzigen Geister die in der Nacht dann noch herumirrten, waren wohl wir.
Der darauffolgende Tag führte die Bikegruppe auf den höchsten Punkt rund um Schaffhausen, den Hagen auf 912 Meter ü.M. Zuerst aber durchstreiften wir wiederum technisch anspruchsvolle Trails über Längenberg und das Randenhorn. Ohne unsern Bikeguide Rodi wären wir in diesem Irrgarten aus Wander- und Bikewegen hoffnungslos verloren gewesen. Der Ausblick vom Hagener Turm liess uns weit über das Fricktal hinaus schweiffen. Wir sahen aber auch wie weit es noch bis zu unserm Etappenort in Grafenhausen war. Via Buchberg, Achdorf, Bonndorf und Sommerau erkletterten wir die letzten Hügel hinauf nach Grafenhausen. Der dortige Abend, natürlich wieder bikewürdig, mit kulinarischen Leckerbissen und viel Gesang. Röbi und Roger waren in bester Singlaune. Rick's deftige Schnupfsprüche und Rainer, unser wandelndes Lexikon, gaben der Pension Kramer dann noch den Rest. Beim Betrachten des Leergutes war wohl hier unser Budget definitiv aufgebraucht.
Nach einem deftigen Frühstück bei wiederum kühlem Wetter radelten wir gemächlich via Rothaus hinab ins Mettmatal. Wir durchstreiften ein Gebiet auf deutschen Boden, dass aber an die Eidgenossen verkauft wurde und somit fest in Schweizer Hand ist. Bei unserm Mittagshalt in Witznau spielte eigens die Musikkapelle für uns, oder war es doch ein Geburtstagsfest? Ueber Waldshut erreichten wir in zügigem Tempo unser Endziel in Rheinsulz.
Wiederum ist ein kleines Bikekapitel ohne Zwischenfälle und mit toller Kameradschaft zu Ende gegangen. Auf gut 250 Km und 3500 Hm lebten wir erneut die ganze Faszination des Bikesports aus.
Die nächste Tour liegt ganz sicher schon irgendwo in einer Schublade bereit.
Dem SACCC ein Happy Bike. Tscheibi Winter

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