Leserbeitrag
Auch Kommunikation ist lernbar

Weiterbildung zur verbalen und nonverbalen Kommunikation bei kranken und betagten Menschen

Ref. Kirchgemeinde
Drucken
Teilen

Kommunikation ist weit mehr als Worte - und für eine Beziehung so wichtig wie das Atmen fürs Leben. Wie Kommunikation mit kranken und betagten Menschen gelingen kann, darüber referierte Spitalpfarrerin Franziska Schär im Rahmen eines Weiterbildungsmorgens für Angehörige des Besuchsdienstes. Gegen dreissig Personen nahmen an diesem interessanten Anlass im Kirchgemeindehaus teil.

„Wir können nicht nicht kommunizieren", brachte es schon der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick auf den Punkt. Kommunikation ist alles, und ohne sie ist alles nicht. 24 Personen aus dem ökumenischen Besuchsdienst Gränichen und dem Besuchsdienst Kulm sowie drei weitere Interessierte nahmen vergangenen Samstag am Weiterbildungsmorgen im reformierten Kirchgemeindehaus Gränichen teil. Neben zwei Austauschtreffen gibt es jährlich auch einen Weiterbildungsmorgen zu einem spezifischen Thema des Besuchsdienstes.

Das Herzstück jeder Begegnung

Nebst der Weiterbildung standen auch ein gemütliches Frühstück und damit die Pflege der Gemeinschaft im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Unter der Leitung von Franziska Schär, Spitalpfarrerin im KSA, vertieften sich die Teilnehmer in Besuchssituationen bei älteren und kranken Menschen. Auf erfrischende und überzeugende Weise und bereichert mit persönlichen Erfahrungen vermittelte die Referentin wertvolle Hintergrundinformationen rund um die Besuche am Krankenbett und zu menschlichen Begegnungen überhaupt. Denn: Kommunikation in ihrer vielfältigen Gestalt (Worte, Gesten, Blickkontakt, Berührung usw.) ist das das Herzstück jeder menschlichen Begegnung. In Übungssituationen wurde das Gehörte umgehend ausprobiert und vertieft.

Engagement bringt Zufriedenheit

Mitglieder des Besuchsdienstes besuchen als Freiwillige in der Regel ein bis zwei Personen, meist in wöchentlichem oder 14-tägigem Rhythmus. In den meisten Fällen entstehen jahrelange Besuchsverhältnisse, zu Hause oder im Altersheim. Angehörige schätzen es ­-besonders dann, wenn sie nicht in der Nähe wohnen -, dass sie sich ergänzend zu Besuchen aus Familie, Freundeskreis oder Nachbarschaft auch auf den ökumenischen Besuchesdienst verlassen dürfen und wissen: Jemand nimmt sich Zeit, zum Beispiel für einen Spaziergang. Mitglieder des Besuchsdienstes erwerben sich die Grundkenntnisse für ihren unentgeltlichen Dienst am Nächsten in einem vierteiligen obligatorischen Grundkurs. Die Besuchsverhältnisse werden durch die reformierte Kirchgemeinde vermittelt. (swi./R.)

Ansprechperson für Interessierte an dieser erfüllenden, sinnvollen Tätigkeit für betagte, kranke oder einsame Personen oder für Personen, die das Angebot gerne in Anspruch nehmen möchten, ist Sonja Widmer, sozialdiakonische Mitarbeiterin der reformierten Kirchgemeinde Gränichen, Telefon 062 842 31 41.

28.3.2011

Bildlegende:

Wie Kommunikation gelingen kann Spitalpfarrerin Franziska Schär im angeregten Gespräch mit Hans Suter, Mitglied des ökumenischen Besuchsdienstes Gränichen. (Foto: swi.)

Aktuelle Nachrichten