Leserbeitrag
Anina und Rahela Brunner an der Swiss-O-Week

Top Ten-Klassierung in der Kategorie D16

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen

An der Swiss Orienteering Week vom 2. - 8. August in Muotathal starteten rund 3'000 Läuferinnen und Läufer, darunter auch die Zufiker Schwestern Anina und Rahela Brunner. Sie konnten sich im grossen Feld der 65 Teilnehmerinnen selbst gegen internationale Konkurrenz durchsetzen und klassierten sich in der Kategorie D16 in den Top Ten. Nach 6 Etappen belegte Anina den 3. und ihre jüngere Schwester Rahela den 9. Schlussrang.

Die Etappen waren sehr vielfältig. Gestartet wurde bei anhaltendem Regen mit einem Sprint im Wohngebiet von Schwyz. Rahela lief auf den ausgezeichneten 2. Platz und Anina erreichte mit nur 2 Sekunden Rückstand auf ihre Schwester den beachtlichen 4. Platz.

Auf der 2. Etappe wechselten sich Alpweiden und Karstfelder, voralpiner Wald und Sumpfwiesen ab und stellten hohe Anforderungen an die Orientierungstechnik und Geländegängigkeit der Teilnehmer, nicht zuletzt auch wegen der starken Regenfälle. Der Name Schwi(Schwein)alppass war bezeichnend: Nur wer wie ein Wildschwein über Alp und Pass fegte, hatte Chancen auf einen vorderen Rang, riskierte aber auch Stürze und Verletzungen.

Die 3. Etappe auf der Glattalp war die Anspruchsvollste. Bereits der Anmarsch mit 750 Metern Steigung vom Wettkampfzentrum zum Start bedeutete eine sportliche Leistung. Die Schwestern beendeten die Königsetappe auf den Rängen 8 und 9. Nach einem sonnigen Ruhetag folgte die 4. Etappe im Laufgebiet Chinzig-Seenalp. Speziell an dieser Etappe war der Downhill von 1'000 Metern. Erstmals spürten die Geschwister die Anstrengungen der Vortage und hatten Mühe, ihre Konzentration aufrechtzuerhalten. Beide mussten längere Suchaktionen in Kauf nehmen und in der Schlusswertung wurden diese Laufzeiten als Streichresultate aufgeführt.

Auf der 5. Etappe im Gibel fanden die Teilnehmer dichten Mischwald mit steinigem Untergrund vor. Durch eine Unachtsamkeit vor dem zweitletzten Posten verpasste Anina den Sieg um eine halbe Minute und wurde Zweite. Für die Schlussetappe hatten sich die Zufikerinnen vorgenommen, die erfreulichen Resultate zu bestätigen und ihre Ausdauer unter Beweis zu stellen.

Die erneut schlechten Wetterprognosen hatten zur Folge, dass auch die 6. Etappe im Laufgebiet Gibel und nicht wie vorgesehen auf der Lidernen ausgetragen wurde. Anina gewann als Krönung einer erfolgreichen Woche die letzte Etappe und Rahela klassierte sich auf dem 6. Platz. Angesichts dieser guten Gesamtleistung können die Geschwister die zweite Hälfte der OL-Saison mit Zuversicht in Angriff nehmen. (kbr)

Aktuelle Nachrichten