Leserbeitrag
Airbrush auf Leinwand, Surfbrett und Tank

Barbara Danz
Drucken
Teilen
3 Bilder

Jimy Hendrix, Bob Marley und Marilyn Monroe aber auch Schneeleopard, Löwe oder Pferd werden von Jürg Schaller aus Leuzigen gerne auf die Leinwand oder andere Untergründe gebracht. Der «Airbrusher» experimentiert mit verschiedenen Farben, Materialien und Techniken und kombiniert auch gerne mit Acryl und Kupfer.

Seit Kindheit fertigt Jürg Schaller gut und gerne Bleistiftzeichnungen an. Lange war dies seine grosse Leidenschaft. Bis zum Tag vor drei Jahren, als ihm seine Ehefrau eine Airbrush-Anlage zum Geburtstag schenkte. Der Funke sprang sofort auf den 51-Jährigen über. Denn Airbrush bietet ihm viel mehr Möglichkeiten als der Bleistift. In der Zwischenzeit absolvierte er drei Grundkurse in dieser Maltechnik, tüftelte viel aus und kreierte viele Werke. Sei es auf Leinwand, Baumrinde, T-Shirt, Töff-Tank, Surfbrett oder Kinderbett. «Man kann fast auf jeden Untergrund airbrushen», weiss Jürg Schaller zu schätzen. Auch probiert er verschiedene Effekte aus, verwendet Kupferfarbe, bringt durch Säure Grünspan zum Vorschein, setzt Chromstahl-Spray ein, übt sich in der Kratztechnik und erstellt Hintergründe mit Acrylfarbe. Meistens arbeitet er ohne Schablone. Damit die Dimensionen am Schluss stimmten, verwendete er aber auch schon den Dia-Projektor für die Erstellung der Konturen.

Arbeiten morgens um drei Uhr

Jürg Schaller ist eine aufmerksame Person. Hat er eine Idee, setzt er diese rasch um. So kommt es nicht selten vor, dass er morgens um drei Uhr aufsteht und innerhalb von ein bis vier Stunden ein neues Werk kreiert. «Das Bild muss bei mir an einem Stück entstehen, ich kann nicht tagelang daran arbeiten», so Jürg Schaller. Gerne nimmt er aber auch Auftragsarbeiten wahr und erstellt zum Beispiel Portraits. Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsbranche wie Gary Clark, James Dean, Audrey Hepburn aber auch Tiere sind seine bevorzugten Sujets.

Sein Lieblingsbild, ein Pferd mit Bronze «Antique effect», präsentiert der CNC-Mechaniker unter anderen aktuell in seiner allerersten Ausstellung im Museum Attiswil. «Ich will mich nicht im stillen Kämmerlein verstecken», so Jürg Schaller. Ihm geht es bei seinem Hobby nicht darum, eine Rendite zu erwirtschaften. Sein grösster Lohn und Stolz sei es, wenn die Leute Freude haben an seinen Bildern und ihm positive Rückmeldungen geben. Zur Ausstellung in Attiswil kam es, als er für seinen Chef zu dessen Geburtstag eine Karikatur erstellte, die tollen Anklang fand. Michael Ingold aus Attiswil, der beim selben Arbeitgeber tätig ist, wurde so auf Jürg Schaller aufmerksam und schlug ihm daraufhin vor, eine Ausstellung im Museum Attiswil in Angriff zu nehmen. Die Ausstellung ist noch geöffnet am Wochenende des 14. und 15. Mai von jeweils 14 bis 17 Uhr. Weitere Infos zu Jürg Schaller sind zu finden auf seiner Internetseite www.jsch-airbrush.ch.

Aktuelle Nachrichten