Leserbeitrag
Adelboden-Lenk … dänk!

Ernst Götti
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Früh am Samstag liessen sich 20 trotz des eher trüben Wetters gut gelaunte und aufgestellte Männerturner aus Hausen mit Postauto und Bahn in die Lenk zur neuen Metschbahn und dann mit 10er-Gondeln hinauf zum Metschstand transportieren. Das Wetter hatte sich im Laufe des Morgens immer mehr gebessert, und inzwischen hatte sich die Sonne durchgesetzt. Nach einer Stärkung im Restaurant teilte sich die Gruppe für die Wanderungen des ersten Tages auf. Die jüngeren „Fitten“ nahmen auf dem anspruchsvollen Lowa Aeugi-Weg die 700 m Aufstieg auf den Ammertspitz unter die Füsse. Es handelt sich dabei um einen blau-weiss markierten Bergweg, der als Höhepunkt des Wandergebiets Adelboden gilt. Leider zog im Laufe des Nachmittags wieder Nebel auf, so dass die Aussicht buchstäblich etwas getrübt war. Auf dem Abstieg setzte kurz vor dem Ziel auf der Engstligenalp sogar Regen ein. Die Älteren „Zwägen“ stiegen zunächst ab auf den Hahnenmoospass und erreichten von dort auf einem stets leicht ansteigenden Höhenweg Silerenbüel. Angesichts des drohenden Wetterumschlags verzichtete man auf den Abstieg nach Bergläger und fuhr gleich mit der Bahn hinunter nach Adelboden-Oey und von dort mit Bus und Schwebebahn hinauf zum Berghaus Bärtschi auf der Engstligenalp, das man abgesehen von ein paar Tropfen ohne Regen erreichte. Dort sassen die Fitten, die etwas früher eingetroffen waren, bereits beim Bier.

Nach einem guten Nachtessen und einem fröhlichen Sängerwettstreit mit einem im gleichen Haus logierenden Damenturnverein aus Biel ging’s bald einmal in die Heia. Im Laufe der Nacht setzte zum Teil starker Regen ein, und die Sicht aus dem Fenster beim Erwachen war nicht wegen des genossenen Rotweins, sondern wegen dichten Nebels getrübt. Aber schon kurz nach dem Abmarsch an den Engstligenwasserfällen vorbei hinunter nach Unter dem Birg wagte sich die Sonne wieder hervor und gewann bald die Oberhand. Dennoch musste der teilweise recht steile Abstieg angesichts des nassen Bodens mit Vorsicht angegangen werden, damit alle heil die Talstation der Schwebebahn erreichten. Dort erwartete uns die Überraschung des Tages. Unser Reiseleiter Rainer hatte seine Beziehungen spielen lassen, und so wurde uns auf einem nahe gelegenen Parkplatz ein reichhaltiger Apéro mit Weisswein und einheimischen Wurst- und Käsespezialitäten präsentiert. Manch einer nutzte die Gelegenheit, um etwas für die Lieben zu Hause einzukaufen. Dann teilte man sich erneut auf. Die „Zwägen“ nahmen den direkten Wanderweg dem Fluss entlang nach Adelboden-Oey unter die Füsse, die Fitten bauten einen kleinen Umweg hinauf und hinunter über Hohliebe ein. Bei nunmehr strahlenden Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen trafen wir uns wieder in Adelboden und liessen dort das Wochenende gemeinsam ausklingen, bevor uns Bus und Bahn über Frutigen und Bern wieder zurück nach Hausen führten. Unser beiden Reiseleitern Rainer Winkenbach und Rolf Obrist sei herzlich gedankt für die erlebnisreichen Tage.