Leserbeitrag
Aarauer Jodlermeisterschaft im Eiertütschen

Marcel Siegrist
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Was einmal am Wirtshaustisch an einem Gründonnerstag zu vorgerückter Stunde seinen Anfang nahm, wurde zur beliebten Tradition bei den Aarauer Jodlern. So wird jeweils am Gründonnerstag nach einer kurzen Gesangsprobe in ein Restaurant disloziert um dort im engeren Familienkreis die interne, inoffizielle Meisterschaft im "Eiertütschen" vorzunehmen.

Der Osterbrauch "Eiertütschen" ist eine altüberlieferte Tradition. So wurde es schon im 18. Jahrhundert in Zürich erwähnt und seit 1892 treffen sich die Berner am Ostersonntag auf dem Kornhausplatz und treten gegeneinander an. Beim "Eiertütschen" stossen die Teilnehmer hart gekochte Eier im Wettstreit gegeneinander - das härtere gewinnt. Ziel ist es, die Schale des gegnerischen Eies zu zerbrechen. Zuerst schlägt man die stumpfen Seiten gegeneinander, dann die spitzen. Wichtig für erfolgreiches Eiertütschen ist der Winkel, mit dem das Ei gestossen wird, aber auch die Ernährung und das Alter des Huhns, von dem das Ei stammt - junge Hühner legen stabilere Eier!

25 Jodlerinnen, Jodler und Lebenspartner trafen sich am Gründonnerstag im Restaurant Dietiker Suhr, um sich in der österlichen Disziplin zu messen. Jeder Teilnehmer versuchte mit je 3 Eiern möglichst manchen "Tütsch" unbeschadet zu überstehen. So fiel das Kommando "Spitz auf Spitz, Gupf auf Gupf" der Startschuss zum friedlichen Wettkampf um die beliebten "Schoggihasen".

Auszug aus der Rangliste:

  1. Rang: Dieter Lüscher 2. Rang: Rainer Gisin 3. a , Rang: Sibylle Wüthrich 3. b , Rang: Cornelia Gadola 3. c , Rang: Chantal Bernegger

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