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125 Jahr Jubiläum glanzvoll gefeiert

Marcel Siegrist
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Die neue Stadthalle von Laufenburg bot den äusseren Rahmen für den Jubiläumsanlass. Nebst der ordentlichen Generalversammlung kamen die Teilnehmenden in den Genuss eines vielfältigen Rahmenprogrammes.

Für rund 12 Stunden war Laufenburg in Schreinerhand. Um die unterschiedlichen Interessen der Teilnehmenden abzudecken, hatten die Mitorganisatoren des Rheinkreises vier Exkursionen in das Programm aufgenommen. Zur Auswahl standen ein Ausflug in die Kultur – Werk – Stadt, ein Rundgang durch das Museum Rehmann oder eine Betriebsbesichtigung bei der Baltenschwiler AG. Regen Zuspruch fand die Entdeckungstour mit Graf Hans (Stadtführung). Danach behandelten die Verbandsmitglieder die statutarischen Geschäfte.

Schreiner sind „Macher“
Die positive Jahresrechnung und das Budget 2013 wurden diskussionslos genehmigt. Nebst einem Rückblick auf die überaus erfolgreiche „Bankaktion“ hielt Peter Graf Ausschau auf den bevorstehenden Lehrlingswettbewerb, die Aargauische Berufsschau ab13 und die damit verbundene Sektionsmeisterschaft im September. Mit einer durch Präsident David Kläusler gehaltenen Laudatio wurde Vizepräsident Frank Hauri, Staffelbach für seine 11-jährige Vorstandszugehörigkeit zum Ehrenmitglied ernannt. Zum neuen Vertreter des Kreises Kulm – Zofingen wurde Andreas Bösiger (W. Wälti AG) Unterkulm, in den Vorstand berufen.

Zum anschliessenden Festakt hatten sich auch Landammenn Alex Hürzeler, Grössratspräsidentin Vreni Fricker - Kaspar, Stadtammann Ruedi Lüscher sowie Schreiner – Zentralpräsident und Nationalrat Ruedi Lustenberger eingefunden.

125 Jahre – eine bewegte Zeit

In einem, dem Jubiläum würdigen Festakt hielt Sektionspräsident David Kläusler Rückblick in die Gründungszeit. Der Verband hatte auch immer wieder auf Veränderungen zu reagieren. Wirtschaftslage, politisches Umfeld aber auch Kriege und das sich stets ändernde Kundenverhalten waren einige der Faktoren. Gleichzeitig hob er aber auch die Vorteile einer Mitgliedschaft in der viertgrössten Sektion der Branche des Landes hervor. Als persönliches Ärgernis bezeichnete er die Vergabe der neuen Fenster im Bundeshaus Ost an eine Schweizer Firma, welche die Fenster in Tschechien herstellen lässt.

Vierzig Bänke verschenkt

Im Rahmen der Aktion „Wir verschenken eine Bank“ luden die Schreiner am 12. April zu einem Fest an den Aarauer Graben. Rund 40, durch Berufslernende in den Lehrbetrieben individuell hergestellte Sitzbänke wurden der Öffentlichkeit präsentiert und in der Folge an öffentliche Institutionen und Kommunen übergeben. Für Kläusler war es unverständlich, dass in der Kantonalausgabe der Tagespresse über dieses wohl einmalige Ereignis in der Verbandsgeschichte nicht berichtet wurde.

Prominenz am Rednerpult

In seiner Festansprache lobte Landammann Alex Hürzeler diese bemerkenswerte Aktion des Berufsnachwuchses mit welcher die Verbundenheit zum Kanton und der Bevölkerung dokumentiert wurde. Er unterstrich auch die Bedeutung des Ausbildungssystems welches zu einer überdurchschnittlichen Erwerbstätigkeit führe. Lobende Worte zum Schreinergewerbe waren aber auch vom Präsidenten des Aargauischen Gewerbeverbandes, Kurt Schmid zu vernehmen. Statt vieler Worte griff Schmid zur Freude der Schreiner zum „Büchel“, einem Holzinstrument welches noch älter ist als das Alphorn und überbrachte seine Botschaft musikalisch, was ihm tosenden Applaus einbrachte.

88 Millionen Fass pro Tag
Noch vor dem mit Spannung erwarteten Referat durch den Schweizer Historiker und Friedensforscher, Dr. phil. Daniele Ganser stellte Stadtammann Ruedi Lüscher die Stadt vor. Dach der glanzvollen Einweihung waren die Schreiner die Ersten, welche sich die Vorzüge der neuen Stadthalle zu Nutzen machten. Ganser, der die rund 180 Teilnehmenden mit seinen Ausführungen in den Bann zog, ist überzeugt, dass die Schweiz von der Energiewende profitieren wird. Erdöl, von welchem die Welt täglich 88 Millionen Fass verbraucht wird auch künftig noch gefördert werden. Es stellt sich jedoch die Frage, zu welchem Preis. Ohne sich auf einen zeitlichen Horizont festzulegen, fordert er den Ausstieg aus Erdöl, Kohle und Atomstrom.

Während des anschliessenden Gala – Abends sorgten der Kabarettist Edgar Zimmermann und die 12-köpfige Familienkapelle Fischbacher für beste Unterhaltung. Das Team des Gasthof Schützen, Aarau, war bis tief in die Nacht um das leibliche Wohl der gutgelaunten Gesellschaft besorgt.

Peter Graf

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