Social Media
Wie Lehrer sich auf Facebook vor Schülern schützen können

Zu ihrem eigenen Schutz vor Internet-Attacken sollen Lehrerinnen und Lehrer aufpassen, was sie ins Netz stellen, damit sie möglichst keine Angriffsfläche bieten. Das raten Lehrerverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Konkret sollten Lehrpersonen beispielsweise bei Facebook oder anderen Sozialen Medien unterschiedliche Profile für private oder öffentliche Nutzung anlegen, heisst es in einer Mitteilung des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) vom Mittwoch.

«Freundschaften» mit Schülerinnen und Schülern sollten sie ausschliesslich über das öffentliche Profil pflegen. Freundschaftsanfragen von allen Schülern sollten sie gleich behandeln und nicht einzelne abweisen.

«Wenn in der Schule von Social Media die Rede ist, geht es meistens um den Schutz der Kinder, seltener um die Lehrpersonen», sagt Jürg Brühlmann, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle LCH. «Aber auch Lehrpersonen können Ofer von Mobbbing im Internet werden.» Oft müssten Lehrerinnen und Lehrer auch reagieren, wenn Schüler das Internet für Gewalt, Pornografie missbrauchen oder Beleidigungen posten.

Schutz verlangt

Die Lehrerverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben nun gemeinsam eine Broschüre zum Thema herausgegeben.

Die Verbände fordern, dass die öffentlichen Arbeitgeber den Schutz der Lehrkräfte gewährleisten müssten. Dazu brauche es klare juristische Grundlagen, Weiterbildung und Beratung. Auch sollte jede Schule über eine Checkliste für das Handeln in Notfällen verfügen.

Im Leitfaden können Lehrerinnen und Lehrer auch erfahren, wie sie sich bei einem Angriff im Internet richt verhalten. (sda/nch)