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Weniger Beton, aber gleich stabil: Empa-Forscher finden ökologischere Rezeptur

Beton ist als Baumaterial unverzichtbar. Forscher haben nun eine Methode entwickelt, wie er sparsamer eingesetzt werden kann.

Beton ist als Baumaterial unverzichtbar. Forscher haben nun eine Methode entwickelt, wie er sparsamer eingesetzt werden kann.

Egal ob Brücken, Häuser oder Strassen gebaut werden: An Beton führt kein Weg vorbei. Das Problem: Das Baumaterial belastet das Klima. Forscher der Empa haben nun eine neue Methode entwickelt, bei der weniger Material benötigt wird.

(rwa) Weltweit werden jährlich über zehn Milliarden Tonnen Beton hergestellt und verbaut. Das ist mehr als alle anderen Baumaterialien zusammen. Die riesigen Mengen belasten das Klima, vor allem der Zement, der als Bindemittel dient. Zement ist für acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Weil ein Ersatz für Beton nicht absehbar ist, tüfteln Forscher seit Jahren daran, wie sich das Baumaterial sparsamer einsetzen lässt.

Wissenschafter der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben nun eine Methode entwickelt, wie Betonelemente schlanker, aber dennoch langlebig und stabil gemacht werden können. Dem Team sei es gelungen, bei Elementen komplett auf die Verankerung der beiden Seiten zu verzichten, teilte die Empa am Mittwoch mit.

Dank einer speziellen Rezeptur dehnt sich der Beton beim Aushärten aus. Für die neue Technologie hat das Forscherteam kürzlich ein europäisches und US-amerikanisches Patent erhalten. Bislang war es bei Elementen wie Balken, die sehr grosse Lasten aufnehmen mussten, für die Stabilität notwendig, den Beton unter Spannung zu setzen. Aus diesem Grund musste die Betonschicht eine gewisse Mindestdicke aufweisen.

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