Morgen ist Valentinstag
Kriselt es in der Beziehung? So geben Sie der Liebe neuen Schub

Die Pandemie stellt viele Beziehungen – auch gefestigte – auf die Probe. Wir geben Tipps, was einem Paar jetzt gut tut. Blumen sind es definitiv nicht.

Rahel Koerfgen
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In Zeiten von Corona steht es um Liebschaften nicht immer rosig.

In Zeiten von Corona steht es um Liebschaften nicht immer rosig.

Digital Vision

So richtig auf den Kopf gestellt wird er heuer, der Valentinstag. Liebesbezeugungen bei Kerzenlicht im Lieblingsrestaurant kann man vergessen, wegen der geschlossenen Läden klappt es auch nicht mit der Geschenksuche in letzter Minute, und die Blaskapelle, die sonst stets «Im Tal der Rosen» vor der Haustüre spielt, ist in der Zwangspause.

So manchem Paar dürfte das indes ziemlich entgegen kommen – weil vielen gar nicht zum Feiern zumute ist. Der Lockdown schüttelt sogar gefestigte Beziehungen kräftig durch; die permanente räumliche Nähe, die fehlende Abwechslung im Alltag, soziale Isolation und Zukunftssorgen wirken belastend. Deshalb aber sollte der Valentinstag jetzt erst recht nicht ignoriert werden. Vielmehr können ihn Paare zum Anlass nehmen, der Liebschaft einen wohltuenden Stupser zu geben.

Blitzpause

Keystone

Zeit ganz für sich allein dürfte für viele in der Pandemie purer Luxus bedeuten. Besonders, wenn Kinder im Spiel sind. Schenken Sie der Liebsten oder dem Liebsten also genau das: Zeit. Zeit für Wellness, für eine Schneeschuhwanderung, Zeit, um ein Buch zu lesen. Einfach mal eine Pause vom Alltag – und vom Partner.

Klingt paradox, macht aber total Sinn: Viele Beziehungen kriseln jetzt, weil man zu oft beisammen ist und sich schlicht nichts mehr zu erzählen hat. Dabei sind es gerade die Erfahrungen, die man alleine macht, die eine Beziehung bereichern können. Eine Blitzpause kann dazu führen, dass man sich wieder aufeinander freut und den anderen zu schätzen weiss.

Liebesbooster Vanille

Alamy, Getty, zvg

Dieser Lockdown, er kommt einer bitteren Pille gleich, die wir Tag für Tag schlucken müssen. Eine gewisse Bitterkeit dürfte sich auch in so manch Beziehung festgesetzt haben. Zeit also, diese Bitterkeit mit einem süssen Aphrodisiakum zu neutralisieren. Nicht aber mit den altbekannten Erdbeeren. Der Duft von Vanille soll die Bitterkeit aus den Herzen vertreiben und dazu verleiten, die Süsse des Lebens zu kosten, denn der Geruch ähnelt lustmachenden Pheromonen. Also, ran an das Dessert! Unter wildeisen.ch oder swissmilk.ch gibt’s haufenweise Rezepte dazu.

Das Heft in die Hand nehmen

Alamy, Getty, zvg

Trotz aller Widrigkeiten gibt es sie bestimmt noch, die unverbesserlichen Romantiker. Anstatt sich aber zum x-ten Mal vom Lieblings-Liebesfilm berieseln zu lassen, wäre es kreativer, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Schnappen Sie sich ein Buch mit Liebesgedichten, machen Sie es sich gemeinsam auf dem Sofa oder vor dem Kaminfeuer gemütlich und lesen Sie einander ein paar Zeilen vor. Und plötzlich ist auch der grösste Romantikmuffel Feuer und Flamme.

Geschenkejagd

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Die Konsumwütigen konnten es natürlich nicht lassen und haben es trotzdem geschafft, rechtzeitig ein Geschenk zum Valentinstag zu besorgen. Anstatt dieses aber sang- und klanglos zu überreichen, kann man die Übergabe kreativer gestalten. Wie wäre es mit einer Schnitzeljagd quer durch das Haus, wo sich Hinweise verstecken, die schliesslich zum Geschenk führen? Es können zum Beispiel Fragen gestellt werden zur Beziehungsgeschichte («Wo haben wir uns zum ersten Mal geküsst? Wie hiess unser Lieblingsclub?»), um Erinnerungen zu wecken. Das macht ungemein Spass – warum sollten Schnitzeljagden nur für Kinder sein?

Tapetenwechsel

Hiepler Brunier / The Grand Dolder

Damit ist nicht das Verschönern des Heims gemeint, das haben wir bereits zur Genüge getan. Lieber endlich wieder mal das Weekend-Köfferchen packen und für ein paar Stunden aus den eigenen vier Wänden ausbrechen. Es gibt nämlich doch noch die einen oder anderen Hotels in der Schweiz, die geöffnet sind und die jetzt Übernachtungspackages zu interessanten Preisen anbieten.

Etwa das Dolder Grand in Zürich, dieses Hotel der Superklasse mitsamt seinem wunderschönen Spa. Sehr empfehlenswert: das Package Sweet Escape ab 690 Franken für zwei Personen. Im Preis enthalten ist unter anderem das Frühstück und ein Spa-Credit über 120 Franken. Damit kann man sich eine wohltuende Massage gönnen. Leute mit grösserem Budget können auch gleich eine ganze Spa-Suite buchen, und für das dünnere Portemonnaie kommt ein Tagespass in die Spa-Anlage in Frage. So oder so: Ein Kurztrip ins Dolder wirkt wie eine Frischzellenkur für die Beziehung. Unter thedoldergrand.com gibt’s entsprechende Gutscheine, die zu Hause ausgedruckt werden können.