«Für mich hat sich nicht viel geändert»: Dadvan Yousuf erzählte seine Geschichte in der Sendung «TalkTäglich» – die wichtigsten Ausschnitte.

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Dieser 21-Jährige hat mit digitalem Geld bereits Millionen verdient – so will er jetzt die Welt verändern

Dadvan Yousufs Geschichte ist eine bemerkenswerte. Im Nordirak geboren, kam er als Flüchtling in die Schweiz. Bereits als Kind hat er begonnen, in Bitcoins zu investieren, heute ist er Anlagespezialist und Multimillionär. Und will nichts Geringeres, als gegen die Armut auf der Welt kämpfen. Wie, das erzählte in der der Sendung «TalkTäglich» der TV-Sender von CH Media.

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Die schillernde Geschichte von Dadvan Yousuf beginnt Ende 2020. Damals zog er zuhause in Ipsach bei Biel aus, aus der Wohnung seiner Familie, wo er noch immer auf dem Wohnzimmerboden nächtigte. Und zog direkt ins Zürcher Fünfsternehotel «Dolder». Denn Dadvan Yousuf ist Multimillionär.

Davor war es alles andere als schillernd. Die kurdische Familie flüchtete während des Irakkriegs aus dem Norden des Landes nach Europa in die Schweiz. Drei Jahre alt war Dadvan Yousuf, als die Mutter zusammen mit ihm und zwei weiteren Söhnen die Heimat verliess.

Als Elfjähriger begann er zu googeln

Die Kindheit war geprägt von Armut, die Familie war gross, das Budget klein. Als Elfjähriger begann sich Dadvan Yousuf mit der Frage zu beschäftigen, wie sie den Verwandten im Irak Geld schicken könnten. Die Grossmutter benötigte dieses für eine Operation. Im Internet suchte er nach Alternativen zu Bargeld, nach «digitalem Geld» und stiess zum ersten Mal auf den Begriff «Bitcoin».

«Ich wusste, ich brauche Bitcoins, denn diese kann man sehr schnell versenden und so habe ich mein Spielzeug zusammengesucht und alles verkauft», erzählt Dadvan Yousuf in der Sendung «TalkTäglich». Seit verschiedenen Medienberichten in den vergangenen Monaten ist er mittlerweile schweizweit bekannt.

Schliesslich kaufte der elfjährige Dadvan mit der Kreditkarte des Vaters seine ersten Bitcoins für umgerechnet 15 Euro. Doch was er nun damit machen sollte und wie, dieses Wissen fehlte ihm. «Und so lagen die Bitcoins herum», wie Yousuf heute sagt. Der medizinische Eingriff konnte dennoch gemacht werden, «aber das war nicht mein Verdienst».

Dadvan Yousuf als Fünftklässler.

Dadvan Yousuf als Fünftklässler.

Screenshot TalkTäglich

Ein Jahr später ging Dadvan Yousuf der Sache auf den Grund und bereits mit 13 Jahren begann er, mit Bitcoins zu handeln. Das macht er bis heute und das machte ihn reich.

«Mit 17 bin ich zum ersten Mal Millionär geworden. Aber zwei Tage später war ich es nicht mehr.»

Er merkte: Es ist keine Kunst, Geld zu verdienen, wenn der Kurs ansteigt, aber die Kunst liegt darin, Geld zu verdienen, wenn der Kurs sinkt. Und so sei er auf seine Handelsstrategie gekommen. Diese muss er heute nicht einmal mehr selbst ausführen, er hat sie in Algorithmen umgewandelt, seine Programme sind es nun, die für ihn rund um die Uhr mit Kryptowährungen handeln.

Erst die Familie, dann die Welt retten

Sein Wissen und seine Anwendungen will er nicht für sich behalten. Erst befreite er seine Familie aus der Sozialhilfe und bezahlte der Gemeinde sämtliche Beiträge zurück. Jetzt will er nichts Geringeres, als gegen die Armut in der Welt anzukämpfen – indem er sein Wissen über Kryptowährungen möglichst vielen Menschen kostenlos zur Verfügung stellt.

Dafür hat er die Stiftung «Dohrnii Foundation» mit Sitz in Zug gegründet und dafür will er beispielsweise in Länder wie Sierra Leone reisen, um dort der Bevölkerung direkt zu erklären, wie im Internet Geld verdient werden kann.

Mittlerweile wohnt er nicht mehr im Luxushotel, sondern in einer eigenen Wohnung am Zürcher Bellevue. Hier fühlt er sich wohl, gibt es in Schweizer Bankenstadt doch viele Menschen, die sich in ähnlichen Sphären wie er bewegen. Aber sonst? «Für mich hat sich nicht viel geändert», sagt er. «Ich komme nicht aus einem reichen Elternhaus und Geld hin oder her: Ich stehe hier als Dadvan Yousuf und das bin ich.» (smo)

Die Sendung «TalkTäglich» mit Dadvan Yousuf in voller Länge:

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