Videoanruf
So digital war der Chlaus noch nie – und so unzufrieden wohl auch nicht

Wegen der Coronapandemie müssen der Samichlaus und sein Schmutzli dieses Jahr zuhause bleiben. Trotzdem möchten sie die Kinder zuhause besuchen und machen das zum Beispiel per Videoanruf. Ein Einblick ins digitale Studio im Wald.

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Wie wenn man Hunger hat, und ein Bild von einem feinen Sandwich anschauen muss. So fühlt sich der Samichlaus laut eigener Aussage am 6. Dezember im Corona-Jahr 2020. Denn dem Samichlaus widerfährt gerade, was viele von uns bereits kennen: Statt eines persönlichen Treffens tätigt er Videoanrufe.

Dass er und sein Schmutzli dieses Jahr vor allem vor dem Bildschirm sitzen und die Kinder und ihre Familien via Computer oder Smartphone beglücken, ist zwar ungewohnt modern für den uralten Brauch. Zumindest für Chlaus und Schmutzli aber offenbar höchst unbefriedigend: «Der Samichlaus kommt zur Türe hinein und dann weiss man, er ist es. Aber der Samichlaus auf einem Bildli – das gehört doch in die Schokoladen-Werbung», sagt der Chlaus wehmütig. «Künstlich» findet er das.

Immerhin wurde dadurch ein neuer Job geschaffen. Samichlaus und Schmutzli mussten technische Assistenz anheuern. Denn: «Ein Mikrofon einschalten oder einen Code eingeben – das wäre zu viel für mich», so der Chlaus. Er ist froh, dass er sich nicht um die Technik kümmern muss. Und der langjährige Assistent, der Esel, geniesst dieses Jahr eine wohlverdiente Auszeit. (SDA/smo)