Nach dem langen, harten Winter dürstet es uns umso mehr nach Licht: Sonne tanken tut gut, hellt die Stimmung auf und macht gesund. Ihr Licht ist die wichtigste Vitamin-D-Quelle; es soll die Knochen stärken, Darmkrebs verhindern und sogar vor Alzheimer und Diabetes schützen. Und mit gebräuntem Teint sehen wir sowieso gesünder aus als mit mozzarellaweissem Hautton.

Dass das Sonnenbaden nicht frei von Risiken ist, weiss mittlerweile jedes Kind. Eine dezente, ebenmässige Bräune hinzukriegen, ist indes keine leichte Aufgabe. Mit diesen praktischen und schönen Tipps schaffen Sie’s. Ganz ohne Sonnenbrand.

Davor ...

Vorbereitung ist alles. Und in diesem Falle richtig lecker: Um die Haut fit für die Sonne zu machen, empfiehlt es sich, eine Menge Obst und Gemüse mit hohem Gehalt an Beta-Carotin zu essen. Es regt die Pigmentbildung an und sorgt damit für eine schnelle und verlängerte Bräune.

Zu den besten Karotin-Lieferanten gehören, abgesehen von Karotten: Süsskartoffeln, Spinat, Tomaten, Aprikosen, Melonen, Erdbeeren und Kiwis. Wer die Haut von innen zusätzlich stärken will, greift rund einen Monat vor den Strandferien zur Pille. Die Kapseln Sun von Burgerstein (in Apotheken und Drogerien, 30 Kapseln à circa 30 Franken) enthalten Antioxidantien und Carotinoide, welche die Haut auf intensives Sonnenbaden vorbereiten.

Wenn die Ferien kurz bevorstehen, lohnt sich zudem eine Sonderschicht im Badezimmer. Ein intensives Körperpeeling bewirkt, dass alle alten Hautpartikel entfernt werden, und dies begünstigt eine gleichmässige Bräune. Aber Achtung: Wenn die Bräune schon da ist, lieber darauf verzichten. Denn das Peeling regt die Zellbildung an, und die mit Melanin angereicherte Hautschicht wird weggerubbelt.

Zu unseren Favoriten gehört das luxuriöse Body Scrub Bronze Goddess von Estée Lauder (circa 55 Franken). Es glättet und pflegt die Haut nicht nur mit mineralreichen Salzkristallen und wertvollen Ölen, sondern sorgt mit seinem Duft für Ferienlaune. Auch empfehlenswert: Das neue Organic Body Scrub von Björn Axen (24 Franken) mit dem anregenden Duft Energizing Orange. Wir sehen uns unter der Dusche!

... während ...

Mit dem Sonnencremen-Timing ist das so eine Sache. Kurz vor Ferienende ist die Flasche garantiert leer, und für zwei Tage muss noch eine neue Tube her, die dann den Winter über unbenutzt im Badezimmerschrank vor sich hindämmert.

Doppelt blöd: Angebrochene Sonnencremes sollten im nächsten Sommer nicht mehr zum Einsatz kommen; durch den eingedrungenen Sauerstoff zersetzen sich die Lichtschutzfilter, die Creme schützt nicht mehr. Anders verhält es sich mit ungeöffneten Tuben: Sie sind 30 Monate haltbar.

Aber zurück an den Strand. Dort einen Hut zu tragen, ist nicht nur wegen Sonnenstich-Gefahr ratsam, sondern auch, weil der Hut aus Bast, der mit breiter Krempe für anständig Schatten sorgt, wieder hip ist. Besonders schöne Exemplare gibt es bei Zara Home (Modell im Bild: 29 Franken).

Wer beim Sonnenbaden eine regelmässige Bräune anstrebt, sollte darauf verzichten, Parfüm am Strand aufzusprühen. Der enthaltene Alkohol sorgt mit den Sonnenstrahlen für eine chemische Reaktion auf der Haut, es kommt zu hässlichen Flecken, die so schnell nicht verduften. Wer trotzdem nicht aufs Lieblingsparfüm verzichten möchte, sprüht es am Nacken unter dem Haaransatz auf.

Besser aber, man kauft sich ein Pflegewasser ohne Alkohol. Wir schwören auf Eau Ensoleillante von Clarins – der Duft macht sofort gute Laune. Aus uns unerklärlichen Gründen wird das Wässerchen seit diesem Jahr allerdings nicht mehr hergestellt. Restbestände gibt es aber noch bei Globus, Manor oder in Parfümerien (59 Franken).

... und danach

Haben Sie nach dem exzessiven Gebrauch von Sonnencreme am Strand abends nach der Dusche keine Lust mehr, sich abermals einzucremen? Sollten sie aber. Feuchtigkeit ist der Schlüssel zur lang anhaltenden Bräune. Normalerweise erneuert sich die oberste Hautschicht alle vier Wochen. Wird sie gut befeuchtet, verlangsamt sich dieser Prozess – der Sommerteint bleibt länger. Auch das Gesicht nicht vergessen!

Es muss allerdings nicht eine After-Sun-Creme sein. Hauptsache, sie spendet genug Feuchtigkeit. Zum Beispiel der 2-Phasen-Hyaluron-Shake von Annemarie Börlind (im Reformhaus, 25 Franken): Er bewahrt die Gesichtshaut vor Feuchtigkeitsverlust, füllt das Depot mit Rotalgenextrakten wieder auf und erfrischt mit Aloe Vera. Falls Sie sich doch verbrannt haben sollten und keine After-Sun-Creme zur Hand ist, hilft die Crème Réparatrice von Sisley für Körper und Gesicht (circa 150 Franken): Karité-Butter beruhigt sofort und lindert Irritationen aller Art.

Bei all der Sorge um die ideale Bräune gerät die Haarpflege gerne in Vergessenheit. Schade, denn wer mit ausgetrockneten, stumpfen Haaren aus den Ferien zurückkehrt, dem hilft auch ein perfekter Teint nichts. Wenn das Haar dem Meer- oder Chlorwasser ausgesetzt ist, sollte mehrmals die Woche eine Haarmaske aufgetragen werden.

Die After-Sun Hair Masque von Aveda (circa 30 Franken) kurbelt den Regenerationsprozess von sonnenstrapaziertem Haar an, schützt es, spendet Feuchtigkeit – und duftet herrlich. Nach Sommer. Und der kann jetzt kommen.